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Lyksborg : Glücksburg begrüßt seine Gäste jetzt auch auf Dänisch

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Mit zweisprachigen Ortsschildern bekräftigt Glücksburg das friedliche Miteinander mit der dänischen Minderheit und seinen Willen zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

Glücksburg | Seit Neuestem weisen die Ortseingangs-Schilder nicht nur auf Deutsch auf die Stadt Glücksburg hin, sondern auch auf Dänisch: Lyksborg. Neun Aluminiumschilder wurden für insgesamt 860 Euro angefertigt und gegen die alten Schilder geschraubt. Zur Einweihung versammelten sich Glücksburger Politiker am Ortseingang aus Richtung Rothenhaus: Burghard Repenning, Dagmar Jonas, Gerd Pirschel, Marcus Dechange und Michael Schulz.

Ein Dreivierteljahr lang hatte der Antrag zur Genehmigung in Schleswig gelegen. Zusätzlich musste mit Hilfe von historischen Quellen geklärt werden, welche dänische Schreibweise für den Ort Glücksburg denn nun am besten geeignet ist. Lyksborg, wie aktuell verwendet, oder zum Beispiel Lucksborg wie auf einer dänischen Karte von 1649 steht – man entschied sich für die heutige Schreibweise. Obendrein sollte das Projekt, das Stadtvertreter Burkhard Repenning „in Kenntnis der Geschichte Schleswig-Holsteins“ und im Sinne des Übereinkommens „zum Schutz nationaler Minderheiten“ vor eineinhalb Jahren anschob, die Stadt kein Geld kosten. Hier kam der SSW ins Spiel, der für das Projekt Geld von einer dänischen Stiftung abrufen konnte: dem dänischen „Oberst Parkov Mindefond“. Hans Parkov (1857 – 1934) war ab 1920 zweiter Stellvertreter des dänischen Parlaments Folketing. Der nach ihm benannte Gedächtnisfonds unterstützt nationale und soziale Projekte im Grenzgebiet.

Mit der zweisprachigen Beschilderung folgt Glücksburg dem Beispiel Flensburgs. Die Glücksburger bekräftigen damit ihren Willen zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und würdigen das friedliche und konstruktive Zusammenleben mit der dänischen Minderheit – so Repenning in einer Beschlussvorlage. Gleichzeitig hoffen sie, dass zukünftig auch in dem Teil des südlichen Dänemarks, der auch von der deutschen Minderheit bewohnt wird, die Ortstafeln der dortigen Kommunen die deutschen Ortsbezeichnungen tragen.

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