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Neues Kircheninstrument : „Gloria“ – eine neue Orgel muss her

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Kirchengemeinde Fruerlund startet am Sonntag die Spendenaktion für ein neues Instrument: 19 000 Euro werden benötigt.

Flensburg | Die alte will nicht mehr. Pfeift aus dem letzten Loch. Hat ihren Geist so gut wie aufgegeben, eine Reparatur lohnt sich nicht. Und so macht sich die Kirchengemeinde Fruerlund auf, eine neue Orgel an Land zu ziehen. Gloria – so soll sie heißen. Zum Lob Gottes.

„Fundraising“ – so heißt das Zauberwort. In Zeiten sinkender Finanzzuweisungen macht die Gemeinde gemeinsame Sache. Der Startschuss zu der Spendenaktion unter dem Motto „Gloria 2.0“ erfolgt an diesem Sonntag mit einem festlichen Eröffnungsgottesdienst um 14.30 Uhr. Das Schönste daran: Es darf verkündet werden, dass das Startkapital bereits vorhanden ist. Der renommierte Künstler Uwe Appold hat eine Acrylmalerei aus seinem Zyklus „Sommervergnügen“ gestiftet, inspiriert von den Rapsfeldern Angelns. „Für mich war die Arbeit eine Erinnerung an vergangene und gleichzeitig Vorfreude auf die kommenden Sommer“, sagt Appold. „Ein sinnliches Erlebnis.“

Tatsächlich geht beim Betrachten des farbintensiven Bildes förmlich die Sonne auf. Das muss auch Matthias Weiß, Marketing-Chef des Selbsthilfe-Bauvereins so empfunden haben, denn der SBV hat das Werk für 1000 Euro erworben, die der Kirchengemeinde zur Verfügung gestellt werden. „Wir fühlen uns Fruerlund sehr verbunden“, sagte Weiß, „fördern Einrichtungen wie Kindergarten, Schule oder das Jugendzentrum.“ Mit dem Ankauf erhoffe man sich eine Initialzündung für die Aktion „Gloria 2.0“.

„Ein Beitrag, der uns weit voranbringt“, freut sich Pastorin Anke Anderssen. Schließlich wird für die neue Orgel mit 19  000 Euro eine nicht unbeträchtliche Summe zusammenzubringen sein. „Gloria“ ist eine elektronische Orgel, Computerchip-gestützt und mit einem ausgeklügelten Lautsprechersystem versehen. Sie ist pflegeleicht und etwa 30 Jahre lang haltbar. „Eine Pfeifenorgel könnten wir uns niemals leisten“, sagt die Pastorin. Sie würde mehrere Hunderttausend Euro kosten und wäre zudem für den Gemeindesaal wegen der Sonneneinstrahlung nicht geeignet. „Auch die erforderliche konstante Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit können wir nicht bieten.“

Gloria soll klingen können wie eine alte Barockorgel oder eine neuzeitliches Instrument gleichermaßen. Es soll neben einem Bild Appolds Platz finden, das er der Gemeinde im Jahr 2010 vermacht hat und sinniger Weise ebenfalls „Gloria“ heißt. „Es macht mich sehr glücklich, dass ich den Fruerlundern zu einem Startkapital verhelfen kann“, meinte Uwe Appold, der seit Jahren eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem SBV pflegt und darüber hinaus ein inniges Verhältnis zu dem Stadtteil hat. „Er kann Impulse gut gebrauchen“, so Appold, „und ich hoffe auf viele Nachahmer, die hier bürgerschaftliches Engagement an den Tag legen.

Nun also sind die Bewohner des Stadtteils gefordert. Sie alle sind eingeladen zu einer Vielzahl musikalischer und kulinarischer Veranstaltungen (siehe Info-Box). „Ich bin sehr gespannt“, sagt Pastorin Anderssen, „ob das Vorhaben von der Gemeinde getragen wird.“

 

Spendenkonto: Kirchenkreis Schleswig-Flensburg, Nord-Ostsee-Sparkasse, IBAN DE49  2175  0000  0000  0688  88, Verwendungszweck: „1700/0100-01-03510 Orgel Gloria 2.0“

 

 

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erstellt am 13.Mär.2015 | 12:00 Uhr

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