Langballig : Glasfasernetz: Der Ausbau kann beginnen

Projektleiter Stefan Tönjes (vorn, l.) und Verbandsvorsteher Michael Eichhorn unterzeichnen den Planungsvertrag.
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Projektleiter Stefan Tönjes (vorn, l.) und Verbandsvorsteher Michael Eichhorn unterzeichnen den Planungsvertrag.

Der Planungsvertrag mit MRK Media ist unterzeichnet.

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08. Februar 2018, 13:02 Uhr

Nach langem Vorlauf mit Grobplanungen, Förderanträgen und Betreiberauswahl ist der Breitbandzweckverband Angeln jetzt in die Phase eingetreten, in der es konkret um das Errichten eines Glasfasernetzes in den Ämtern Geltinger Bucht, Hürup und Langballig geht. Verbandsvorsteher Michael Eichhorn und Diplomingenieur Stefan Tönjes von der Firma MRK Media AG unterzeichneten jetzt den Vertrag über die nächsten erforderlichen Schritte. An dem anschließenden Abstimmungsgespräch nahmen die zuständigen Vertreter aus den beteiligten Ämtern teil.

MRK-Planer Stefan Pullwitt stellte den Ablauf im Einzelnen vor. Dabei geht es um Strukturplanung, Genehmigungs- und Ausführungsplanung, Ausschreiben der Bauleistungen und um Auftragsvergabe, Bauüberwachung und Dokumentation. Dem Ausbau vorangestellt wird eine Vorvermarktung durch den Netzbetreiber. Diese ist im Bereich Großsolt / Freienwill bereits abgeschlossen. Großer Zuspruch führte dabei zu einem deutlichen Überschreiten der erforderlichen Mindestanschlussquote von 60 Prozent.

Zentrales Element des Netzes wird ein Kabel, das auf 67 Kilometer Länge das gesamte Verbandsgebiet durchzieht. Vom Anschlusspunkt an das überregionale Breitbandnetz in Freienwill verläuft es durch das Amt Hürup nach Wees und von dort entlang der Nordstraße nach Kappeln, wo es erneut überörtlich verknüpft wird. In der Ebene darunter folgt das gut 550 Kilometer lange Hauptkabel- und Verteilnetz für die einzelnen Ortschaften. Die Kabel und die benötigten Verteilerstellen werden nach Möglichkeit im öffentlichen Bereich verlegt oder aufgestellt.

Von den beiden Enden des zentralen Kabels aus erfolgen in zehn Ausbaugebieten die Tiefbauarbeiten. Dazu zählt auf unterster Ebene auch das kostenfreie Verlegen der Hausanschlusskabel (etwa 300 Kilometer) bei denen, die sich vorher vertraglich an den Netzbetreiber gebunden haben. Der Tiefbau soll im Juli beginnen und Ende 2019 abgeschlossen sein.

Pullwitt unterstrich die hohe Bedeutung einer guten Abstimmung mit den betroffenen Gemeinden: „Das reduziert den Aufwand und verringert Rückfragen und Planänderungen.“ Dazu sollten Ansprechpartner benannt und die Standorte der Haupt- und Netzverteiler festgelegt werden. Wichtig sei das Berücksichtigen der bestehenden Infrastruktur (Leitungen für Gas, Strom, Wasser und Abwasser), aber auch der Umgebung (Natur- und Landschaftsschutzgebiete, Knicks sowie Baumbewuchs).

Verbandsvorsteher Eichhorn hob ebenfalls die Wichtigkeit einer engen Zusammenarbeit und verlässlicher Absprachen bei dem Ausbauvorhaben mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von knapp 50 Millionen Euro hervor. „Nur so können wir die enggesteckten Zeitpläne einhalten.“ Außerdem rief er zu rechtzeitiger Koordination für den Fall auf, dass dort, wo Glasfaserkabel verlegt wird, auch andere Tief- oder Straßenbauarbeiten vorgesehen sind.

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