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Jazz in Flensburg : „Girls in Airports“: Keine Mädchen, aber überraschender Sound

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Dänisches Quintett überzeugt das Publikum im Theater Orpheus.

„Wo sind denn die Girls?“, rief jemand von den vorderen Plätzen, als „Girls in Airports“ aus der Tiefe des Raumes kamen und versuchten, sich zu fünft auf der kleinen Bühne zu organisieren. Alles Kerle! Die Enttäuschung war natürlich nur gespielt, denn auch, wenn diese dänische Band noch klar zur Kategorie Newcomer gehören, wussten die Jazzkenner schon, dass keine holde Weiblichkeit zu erwarten war. Veranstalter Jens Christiani war an diesem Abend mit seiner Reihe „Fantastische Musik“ zu Gast im kleinen Orpheus-Theater.

Die „Girls“ überraschten mit ungewohnter Besetzung: Zwei Saxophone, zwei Schlagwerker, ein Keyboarder. Bass, Gitarre, Trompete? Fehlanzeige. Sie überraschten aber auch mit ihrem Sound, der von leisesten Schwebeklängen mit Hall und Echo bis zu donnernden Crescendi reichte. Der Keyboarder experimentierte mit Klangeffekten, die Saxophonisten mit parallel verschobenen Takten sowie vertrackter Rhythmik und treibenden Beats. In ihren Soli – zum Beispiel im Titeltrack ihres Albums „Kaikoura“ – zeigten sie aber, dass sie eine gute Jazz-Schule genossen und ihre Meister verinnerlicht haben.

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erstellt am 16.Feb.2015 | 14:45 Uhr

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