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Glücksburg : Gezupfte Barockmusik und jazzige Klänge

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Unter neuer Führung gehen die Konzerte in der Glücksburger Auferstehungskirche weiter.

Noch trägt das Programm der Glücksburger Konzerte die Handschrift von Wolfgang Nier. Die Verträge mit Musikern, die in diesem Jahr in Glücksburg auftreten, wurden noch zu Lebzeiten des früheren Vorsitzenden vom „Förderkreis Glücksburger Konzerte“ geschlossen. Nier war im vergangenen Jahr nach fünf Jahren Vorsitz gestorben. Solopianisten und Exoten der klassischen Musikszene hatte der Musikpädagoge bevorzugt.
So gastiert auch am Sonntag, 15. Mai, ein ungewöhnliches Ensemble in der Auferstehungskirche, und die Veranstalter versprechen „die schiere Faszination am Zupfinstrument“. Zupfinstrumente sind Saiteninstrumente, die nicht mit einem Bogen gespielt werden.

Zusammen haben Harfe, Mandoline und Gitarre 61 Saiten. Daher gaben sich die drei diplomierten und mehrfach prämierten Musikerinnen den Namen „sixt1strings“. „Auf Englisch klingt das besser“, sagt Negin Habibi. Die erste Hälfte spielt das Trio Barockmusik auf nachgebauten Instrumenten. Im zweiten Teil sind impressionistische und südländische Stücke zu hören.

Am 18. Juni steht dann wieder ein reiner Klavierabend auf dem Programm. Die bei Kopenhagen lebende Pianistin Marie-Luise Bodendorff, die schon einmal in Glücksburg gastierte, spielt Werke von Claude Debussy, Sergei Rachmaninoff und anderen.

Ein „spannendes Erlebnis“ verspricht der Verein für den 10. September. Das Duo Zia, bestehend aus Jazz-Trompete und Orgel, kombiniert Psalmmusik mit Jazz. Der Titel der Veranstaltung lautet „Ich will den Herrn loben allezeit!“. Die Orgel der Kirche wird sich an diesem Abend ganz anders als sonst anhören, versprechen die Veranstalter.

Auch am 15. Oktober steht Ungewöhnliches auf dem Programm: Der weltberühmte amerikanische Flötist und Professor an der Universität von South Carolina, Brooks de Wetter-Smith, kommt nach Glücksburg. In Begleitung seines Bremer Kollegen Andreas Evers und Pianist Hans-Peter Nauk spielt er „Fantastische Flötenmusik“ nach Werken von Wolfgang Amadeus Mozart bis hin zu Gary Schocker.

Der neue Vorsitzende der Glücksburger Konzerte ist Ralf Suhr, 65. „Wir wollten die Konzertreihe unbedingt erhalten“, sagt er. Suhr und seine Frau leben seit fünf Jahren in Glücksburg und genießen klassische Musik. Für das künstlerische Konzept sei die zweite Vorsitzende, Christiane Bohrer-Martin, zuständig, so Ralf Suhr.

Auch in Zukunft wolle man mehr als reine Kammermusik bieten, verspricht Suhr. Mithilfe einer Stiftung aus der Schweiz und Südbaden sollen vermehrt Jugendliche sowie Musiker aus anderen Ländern nach Glücksburg geholt werden.

Elektrotechnik-Ingenieur Suhr, der im Sommer pensioniert wird, ist auch Vorsitzender des Vereins „Wir in Flensburg“ (WiF) und im Aufsichtsrat der Stadtwerke. Derzeit hat der Verein Glücksburger Konzerte 204 Mitglieder. In den letzten Wochen gab es laut Suhr zwölf neue Anmeldungen.

> Alle Informationen auf www.gluecksburger-konzerte.de


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