zur Navigation springen

Stadtentwicklung : Gewoba Nord drängt nach Flensburg

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Schleswiger Genossenschaft entwickelt nicht nur mehrere Neubauprojekte wie den Skolehaven, sondern investiert zunehmend in Altbauprojekte.

shz.de von
erstellt am 22.Jun.2015 | 08:00 Uhr

„Skolehaven“ an der Gartenstraße/Ecke Duburger Straße, „Hansigarten“ an der Fördestraße/Ecke Solitüder Straße und das Wohnprojekt „Freiland“ am Munketoft – die Schleswiger Wohnungsbaugenossenschaft Gewobau Nord entwickelt derzeit gleich drei größere Bauprojekte in der Stadt zugleich. Außerdem hat die Genossenschaft nebenbei gleich mehrere stattliche Altbauhäuser in der Innenstadt erworben und modernisiert: Zum Beispiel das Haus Hafermarkt 32, das am Konventgarten in zweiter Reihe zu finden ist. Das 1879 erbaute Gebäude fasst neun Wohnungen. St.-Jürgen-Straße 87, Baujahr 1880, sieben Wohnungen, und Apenrader Straße 5, Baujahr 1905, zehn Wohnungen, sind weitere Beispiele für die von der Stadt gewünschten Investitionen in die Altbausubstanz. Dazu passt das Studentenwohnheim Dr.-Todsen-Straße, das eine Tochterfirma der Genossenschaft im vergangenen Jahr als „Zentrale 41“ mit 41 Studenten-Appartements eröffnet hat.

Unter den Planungsprojekten könnte vor allem der „Skolehaven“ an der Ecke Gartenstraße/Duburger Straße rasch starten. 96 Wohnungen sind in dem 16-Millionen-Euro-Bauprojekt vorgesehen, samt begehbarer Dachterrassen. „Wir haben das Grundstück gekauft und warten auf die Baugenehmigung“, sagt Vorstandschef Dietmar Jonscher: „Wir stehen Gewehr bei Fuß.“ Die Flensburger Neustadt sei für die Genossenschaft sehr interessant, sagt Jonscher: „Bei der Entwicklung des Gebiets um die Walzenmühle sind wir auch dabei.“

Im kommenden Jahr könnte es dann mit dem Bau des „Hansigarten“ in Mürwik losgehen. An der Einmündung Fördestraße/Solitüder Straße sollen für geplante 3,5 Millionen Euro 21 Wohnungen entstehen. Nach Angaben Jonschers ist das Bebauungsplan-Verfahren auch hier abgeschlossen. Das Besondere: „Wir wollen die Sonnenhaus-Technik wie in Harrislee verwenden.“ Dort deckt eine Solarthermieanlage einen Großteil des Heizbedarfs. In rund zwei Jahren, hoffen die Genossen, kann an der Solitüder Straße eingezogen werden. Am Musbeker Weg im Harrisleer Zentrum soll im August der dritte Bauabschnitt mit acht Reihenhäusern (Baukosten ca. 1,9 Millionen) fertiggestellt werden. Bereits im zweiten Bauabschnitt (5,8 Millionen) sind im vergangenen Jahr 34 Wohnungen entstanden.

Außerdem soll mit der Gewoba endlich das Projekt Freiland aus den Startlöchern kommen: Kern der Planung ist ein großes Atrium-Haus mit 40 Wohnungen. Daneben gehören vier weitere, kleinere Häuser zum Projekt – und eine Kita. Aus dem ursprünglich anvisierten Start 2015 wird allerdings wohl nichts mehr.


 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen