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Polizeibericht Flensburg : Gewalt am Ostseebad: 20-Jähriger niedergestochen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

15 Polizei-Beamte am Großeinsatz beteiligt: Mindestens zwei Männer verletzt im Krankenhaus

Schon wieder Gewalt unter jungen Männern, schon wieder Großeinsatz für die Polizei: 15 Beamte waren in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag am Ostseebad, auf der Wache und vor der Diako im Einsatz. Die ganze Gemengelage war so unübersichtlich, dass sich die Polizei entschloss, gestern noch kein offizielles Statement abzugeben, sondern vorerst nur Fragen zu beantworten.

Wie schon gestern kurz berichtet, war ein Mann am Ostseebad niedergestochen worden. Es sei zu einer Streitigkeit größeres Ausmaßes gekommen, bestätigte Polizei-Sprecherin Sandra Otte auf Anfrage. Dabei sei ein 20-Jähriger mit einem Messer verletzt worden; er sei mit einer Bauchverletzung ins Krankenhaus eingeliefert worden, offenbar in die Diako. Auch ein 17-Jähriger sei bei den Auseinandersetzungen verletzt worden. Für keinen der Verletzten bestehe Lebensgefahr. Der Anlass für die Gewalt-Eskalation sei eine Banalität gewesen. Auslöser war offenbar ein Streit um ein Mädchen. Derzeit können noch nicht gesagt werden, wie viele Personen an dem Streit beteiligt waren.

Eines schließt die Polizei aber jetzt schon aus: Keinesfalls habe es sich um eine Racheaktion nach den tödlichen Messerstichen gegen den 21-jährigen Flensburger Mert Can A. vom April gehandelt, so Sandra Otte. Entsprechende Gerüchte hätten sehr schnell nach der Tat in den sozialen Medien kursiert; sie seien falsch.

Richtig ist jedoch, dass die Polizei anfangs befürchtete, die Freunde des Niedergestochenen könnten die Gewalt bis ins Krankenhaus tragen. Einige der Freunde des Mannes seien dem Krankenwagen zur Diako gefolgt. Deshalb seien anfangs mehrere Kollegen zur Sicherung des Krankenhauses abgestellt worden. Doch schon gegen 2.40 Uhr hatte sich die Lage soweit entspannt, dass die meisten dieser Kollegen wieder abgezogen werden konnten.

Um ein genaues Bild der Vorkommnisse zu erhalten, ermittelt die Polizei weiter und gibt deshalb noch nicht alle Details preis.

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erstellt am 27.Jun.2017 | 06:08 Uhr

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