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Tag des offenen Denkmals : Geschichtsstunde im historischen Gemäuer

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Vom Planetarium bis zum Schnellboot: Marineschule öffnete ihre Tore und bot ihren Besuchern viele Einblicke in die Einrichtungen

21 000 Besucher kamen in die Marineschule – damals, 1978, bei einem Tag der offenen Tür. Das hat Kapitänleutnant Rolf Glaser einem alten Zeitungsartikel entnommen. Gestern Mittag waren es gut 500, und Glaser wagte die Prognose, dass es am Ende 1000 sein würden. Er ist in der Marineschule der Projektoffizier für den Tag des offenen Denkmals, bei dem die Schule seit Jahren vertreten ist.

Fast immer mit dabei ist Henrik Gram, Denkmalpfleger bei der Stadt Flensburg, der vor 22 Jahren für Aufsehen sorgte, als er als dänischer Staatsbürger in eine deutsche Verwaltung kam. Die Kombination seines Fach- und seines Sprachwissens prädestiniert ihn für Führungen durch die Marineschule auf Dänisch. Immerhin nahmen gestern rund 40 seiner Landsleute teil – darunter Bente Christiansen und Peter Nicolaisen aus Apenrade, die die Marineschule zwar schon oft vom anderen Fördeufer aus gesehen hatten, aber sie noch nie betreten hatten. „Das ist eine sehr spannende Architektur“, sagte Nicolaisen, „und es gibt eine spannende Geschichte.“ Gram weiß zu berichten, dass das Interesse der dänischen Besucher dem Gebäude, aber vor allem der Geschichte des Hauses am Ende des 2. Weltkriegs gilt. „Manche denken, dass Dönitz vielleicht oben in der Aula residiert hat; dabei hatte er nur ein einfaches Büro hinten in der Sportschule.“

Während Gram mit seiner Gruppe vorn rein geht, kommt Fregattenkapitän Christian Jentzsch an der Rückseite des Gebäude heraus und erklärt seiner Gruppe die Außenanlagen und die Architektur der Schauseite zum Wasser. Als Leiter des Wehrgeschichtlichen Ausbildungszentrums und promovierter Historiker ist er auf andere Weise prädestiniert für eine Führung durch die MSM, wie sie im internen Jargon heißt.

Das Angebot ist vielfältig: Ein Schnellboot kann beguckt werden, das erneuerte Planetarium ist geöffnet, die Schiffssimulationsanlage ist aktiv, und drei Monate vor Weihnachten gibt es im Remter einen Vorgeschmack auf die legendäre Erbsensuppe. Neben der Marineschule waren gestern Kirchen, Schulen, Museen, die Bergmühle, das Logenhaus und mit dem Burghof auch eine Wohnanlage zu besichtigen (s. Bericht unten).

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erstellt am 15.Sep.2014 | 08:00 Uhr

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