Ruheforst in Glücksburg : Gericht untersagt Kritik an Waldbestattungen

Für immer Teil des Waldes werden - das geschieht mit den Urnen, die im Glücksburger Ruheforst beigesetzt werden.
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Für immer Teil des Waldes werden - das geschieht mit den Urnen, die im Glücksburger Ruheforst beigesetzt werden.

Ein Landschaftsplaner warf Ruheforsten vor, durch Urnenbestattungen im Wald den Bäumen zu schaden. Dies darf er nach einem Gerichtsurteil nicht mehr behaupten.

shz.de von
19. September 2014, 13:53 Uhr

Glücksburg | Das Landgericht Frankfurt hat einem Natur- und Landschaftsplaner kritische Äußerungen zu Bestattungen in einem Ruheforst in Glücksburg bei Flensburg und anderen Wäldern untersagt. In einem am Freitag bekanntgewordenen Urteil gaben die Richter damit der Unterlassungsklage des Natur-Bestattungsunternehmens „Ruhe-Forst“ statt. Nähere Gründe für ihre Entscheidung nannten sie nicht.

Der Gärtner und diplomierte Landschaftsplaner hatte unter anderem behauptet, durch die Bestattung von Urnen im Waldboden unter Bäumen würden toxische Stoffe wie Schwermetalle freigesetzt werden. Als Beispiel nannte der Beklagte den Bestattungswald in Glücksburg, wo einzelne „Urnenbäume“ bereits dürre Äste entwickelt hätten. Das klagende Unternehmen beteuerte allerdings, ein „ökologisch anerkanntes Naturbestattungskonzept“ zu verfolgen.

Nach Mitteilung des Gerichts kann der unterlegene Landschaftsplaner nun Rechtsmittel beim Oberlandesgericht einlegen. Sollte er sich in ähnlicher Weise wieder äußern, drohen ihm bis zu 250.000 Euro Ordnungsgeld.

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