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Flensburger Tageblatt

20. August 2017 | 12:36 Uhr

Gerettet: Folk-Baltica macht weiter

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Gestern wurde der neue Trägerverein gegründet / Festival 2015 mit Schwerpunkt „Nordsee – Ostsee“ und „Hauskünstler“

Jetzt ist es in trockenen Tüchern: Das Festival Folk-Baltica ist gerettet und findet im kommenden Jahr vom 6. bis 10. Mai in Flensburg und zahlreichen anderen Spielorten im nördlichen Landesteil und in Dänemark statt. Gestern wurde in Flensburg der neue Trägerverein Folk-Baltica e.V. gegründet, der die in Auflösung befindliche gemeinnützige GmbH ablöst.

Einige Wochen lang stand das Festival auf der Kippe, weil der künstlerische Leiter Haurald Haugaard, der dem Festival erhalten bleibt, keine Verträge mit Künstlern und anderen Partnern abschließen konnte. Das wird sich spätestens nächsten Montag ändern, wenn der neue Verein beim Notar beurkundet wird. Die Vereinsgründung hatte sich verzögert, weil eine Mitgliedschaft der Stadt Flensburg als unabdingbar gesehen wurde und ein entsprechender Beschluss erst durch die städtischen Gremien musste. Um eine gewisse Kontinuität zu gewährleisten, hat der Trägerverein ausschließlich institutionelle Mitglieder und keine Einzelpersonen. Die Mitglieder sind nicht für die finanzielle Ausstattung des Festivals verantwortlich. „Die Frage der Zuschüsse ist getrennt zu betrachten“, so Korff. So hat die Stadt Flensburg für die Jahre 2015 und 2016 jeweils 50 000 Euro zugesagt.

„Wir sind froh, dass wir jetzt endlich richtig loslegen können“, sagte Torge Korff, Leiter des Flensburger Kulturbüros und Vorsitzender des neuen Vereins. Gesucht wird jetzt ein Geschäftsführer, der das Festival hauptamtlich leitet. Die Stelle soll kurzfristig ausgeschrieben werden. Vorübergehend wird Torge Korff Harald Haugaard zur Seite stehen. Geld für den Geschäftsführer sei da, so Korff, nicht jedoch für weitere Bürokräfte.

In seinem elften Jahr geht das Festival mit dem geografischen Schwerpunkt „Nordsee – Ostsee“ an den Start. „Damit werden wir auch Musiker aus den Nordsee-Anrainerstaaten Niederlande, England und Schottland hören“, freut sich Haugaard, der bisher als einzigen Künstler sich selbst und das von ihm geleitete Festival-Ensemble bestätigt. „Doch 75 bis 80 Prozent der Künstler stehen fest“, fügte er hinzu. Erstmals wird es im kommenden Jahr einen „Hauskünstler“ geben („artist in residence“), der die beiden Meere künstlerisch repräsentieren soll.

Die ersten Jahre war das Festival sehr stark von seinem Mitbegründer und künstlerischem Leiter Jens-Peter Müller, der zusammen mit anderen Akteuren die Idee für ein Folk-Festival mit Ostsee-Schwerpunkt in einer Gesprächsrunde im Kultusministerium ausgebrütet hatte. Zusammen mit Reinhard Salamonsberger war er jahrelang das Gesicht von Folk-Baltica, bis er die Verantwortung in andere Hände legte und Salamonsberger Opfer einer personellen Umgestaltung wurde. Ziel der neuen Macher ist nicht zuletzt wieder eine Phase der Kontinuität.

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erstellt am 14.Nov.2014 | 12:13 Uhr

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