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Grossenwiehe : Gerätehaus und Bauhof werden teurer

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

300 000 Euro mehr als nach ersten Schätzungen: Investitionen für die Gemeinden Großenwiehe und Lindewitt bereiten Kopfzerbrechen.

2,5 Millionen Euro – so lautet die neueste Kostenschätzung für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses mit angeschlossenem Bauhof für die Gemeinden Lindewitt und Großenwiehe. In einem zweiten Bauabschnitt ist noch ein Streugutlager mit entsprechenden Schüttboxen für 125000 Euro geplant. Damit läge der Betrag nach konkreteren Planungen etwa 300  000 Euro über der ersten Schätzung.

Dies führte in der Gemeindevertretung Großenwiehe – die Gemeinde trägt 60 Prozent der Aufwendungen – zu erheblichen Diskussionen. Kritiker bemängelten, dass einige Kosten noch gar nicht gegriffen werden könnten, etwa die der erforderlichen Ausgleichsflächen oder eine mögliche Linksabbiegerspur auf der anliegenden Kreisstraße. Sie befürchten, dass andere dringende Investitionen in der Gemeinde wie die Schulsanierung gefährdet werden könnten.

Der Vorsitzende des Finanzausschusses, Peter Petersen, wies darauf hin, dass Großenwiehe das stärkste Wachstum im Amt Schafflund aufweise. „Wir haben unsere Gemeinde dann fit für die Zukunft gemacht“, gab er sich überzeugt. Eine genaue Kostenübersicht sei zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht zu erreichen.

Der von Architekt Andrée Hansen vorgestellte Planentwurf sieht Fahrzeughallen, Sozial- und Versammlungsräume für die Feuerwehren sowie Entsprechendes für den Bauhof auf einer Gesamtnutzfläche von 1500 Quadratmetern vor. Mehrheitlich stimmte die Vertretung dem Entwurf zu, die Bauantragsreife ist schnellstmöglich herzustellen.

Kurz- bis mittelfristig wird die Schule saniert und möglicherweise erweitert werden müssen, 525  000 Euro zuzüglich der Kosten für die Erweiterung der Sporthalle stehen schon einmal im Raum. Ein entsprechender Planungsauftrag ist vergeben. Allerdings wird auch geprüft werden, inwiefern ein Computer- oder Werkraum als reiner Fachraum für eine Grundschule noch absolut notwendig ist oder in eine andere Nutzung überführt werden kann. Da die Baumaßnahmen längerfristig laufen werden, muss eine Möglichkeit gefunden werden, sie verträglich parallel zum Schulbetrieb durchzuführen.

Noch in diesem Jahr wird das Dach des Dörpshuus’ saniert, damit die „aufgestellten Eimer zum Auffangen von Regenwasser wieder verschwinden können“, wie Bürgermeisterin Gudrun Carstensen hoffte. Die Kosten sollen 50  000 Euro nicht überschreiten, 2018 folgt für die gleiche Summe eine Fassaden- und Fenstersanierung.

Der Rad- und Fußweg in Höhe der dänischen Schule ist auf einer Länge von 500 Metern schlecht ausgeleuchtet, zumal die Straßenbeleuchtung auf der anderen Straßenseite steht. Es stellte sich heraus, dass eine neue Beleuchtung mit elf Laternen für 53  000 Euro kostengünstiger sei, als die alten Laternen umzusetzen. Der Beschluss dazu führte zu einer erheblichen Diskussion über die Erhebung von Straßenausbaubeiträgen, die nach der vorhandenen Satzung zwingend bei den Anliegern erhoben werden müssen. Die Gemeindevertretung kam überein, das Thema grundlegend und ausführlich Anfang 2018 zu beraten.

Eine erfreuliche Information zur Schulwegsicherung konnte Bürgermeisterin Carstensen geben. Vor der Grundschule Großenwiehe und den Kitas kann nun eine 30-Kilometer-Zone eingerichtet werden. Für die dänische Schule und den Kindergarten wurde der Antrag abgelehnt, da beide ihre Zufahrt nicht von der Hauptstraße haben.

Mit der Berufung von Ben Dembeck als bürgerliches Mitglied konnte eine vakante Stelle im Bauausschuss wieder besetzt werden.



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