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Scandinavian-Park in Handewitt : Geplantes Outdoor-Center: Kein Grund für Streit unter Nachbarn

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Flensburger Oberbürgermeisterin und Handewitts Bürgermeister weisen Kritik der SSW-Fraktion zurück.

shz.de von
erstellt am 11.Nov.2017 | 10:29 Uhr

Klipp und klar: Die Vorwürfe des SSW haben weder Hand noch Fuß, das Verhältnis zwischen Flensburg und Handewitt könnte nach den Worten von Oberbürgermeisterin Simone Lange und Bürgermeister Thomas Rasmussen besser nicht sein. Alle weiteren Spekulationen zum geplanten Outdoor-Center am Scandinavian-Park in Handewitt seien überflüssig, hieß es am Freitag in einer Pressekonferenz. Das Thema werde jetzt, nach dem ersten Leck, strikt vertraulich behandelt, bis erste Entscheidungen bekannt gegeben werden können. Das sei wahrhaft professionelles Handeln und dieses sei nun die Leitlinie des Handelns.

Mit dieser entschiedenen Stellungnahme reagierten am Freitag die beiden Gemeinde-Oberhäupter auf die scharfe Kritik der SSW-Fraktionsvorsitzenden Susanne Schäfer-Quäck an dem Vorgehen Handewitts bei dem Projekt im gemeinsamen Gewerbegebiet der beiden Kommunen.

In einer Stellungnahme der Ratsfrau hieß es, der Ausbau um fast einen Hektar Verkaufsfläche sei ein massiver Eingriff in den Einzelhandel der Nachbarn, den Handewitt wohl bewusst vornehme.

Die SSW-Fraktionschefin weiter: Dieser Handewitter Alleingang werde Folgen haben. Er stelle die Zusammenarbeit in der Region insgesamt in Frage. Susanne Schäfer-Quäck forderte die Verwaltungschefin auf, für den Stopp der Planungen zu sorgen. „Zunächst einmal mussten die Nachbarn eingebunden werden.“

Gemeinsames Gremium der beiden Kommunen ist der Zweckverband der Wirtschaftsentwicklungsgesell- schaft (WEG) Flensburg-Handewitt, in dem einvernehmlich über die Entwicklung des gemeinsamen Gewerbegebietes entschieden wird. Die Ansiedlung eines Outdoor-Centers war in den vergangenen Wochen vertraulich behandelt worden, bis zum Vorstoß von CDU-Ratsherr Arne Rüstemeier, der das Thema im Planungsausschuss behandelt sehen wollte. So informierte Stadtplanungschef Peter Schroeders über den Ansiedlungswunsch des Scandi-Parks auf 8000 Quadratmeter.

  • Das bislang diskutierte Sortiment: Campingartikel, Sportbekleidung, Babyausstattung

In einer ersten Reaktion befürchteten Kommunalpolitiker Konkurrenz für den Einzelhandel in der Innenstadt, den sie seit Jahren vor Sortimentserweiterungen auf der Grünen Wiese zu schützen versuchen.

Simone Lange widersprach den SSW-Vorwürfen: „Die Zusammenarbeit in der WEG ist sehr, sehr gut.“ Beide Kommunen würden wachsen und müssten die daraus entstehenden Probleme lösen: Mangel an Wohnungsbau- und Gewerbeflächen. Dies werde einvernehmlich geschehen, um gute Ergebnisse für die Region und ihre Bürger zu erreichen. In der WEG werden alle Aspekte des Outdoor-Centers beraten, auch die Folgen für den Einzelhandel in den Nachbargemeinden.

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