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Grosssolt : Gemeinsame Erinnerungen an die kleine Dorfschule

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Ehemalige Klassenkameraden der Schule Estrup-Kollerup feierten in Großsolt großes Wiedersehen.

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2013 | 07:36 Uhr

Grosssolt | Dass Dörfer wie Estrup und Kollerup einst eine eigene Schule betrieben, ist in der aktuellen Schullandschaft mit Zentralschulen für große Einzugsbereiche längst nicht mehr vorstellbar. Und doch ist die Erinnerung an diese vergangene Zeit noch präsent. Die kleine Schule, zwischen den beiden heutigen Großsolter Ortsteilen gelegen, wurde zwar vor fast 50 Jahren aufgelöst. 45 der ehemaligen Schüler - die älteste 90 Jahre alt - trafen sich jetzt aber zu einem großen Wiedersehen.

Bereits zum vierten Mal seit 2002 luden Hans-Heinrich Langmaack aus Kollerup sowie Ursula Pülschen, geborene Möller-Unruh, und Christian Hollesen aus Estrup zu diesem Treffen ein. Dabei wurden erneut zahlreiche Erinnerungen an die einzügige Schule - mit einem Lehrer und unzureichendem Lehrmaterial - wach. Alle Jahrgänge wurden damals in einem Raum unterwiesen. Die älteren Schüler wurden zur Förderung der jüngeren herangezogen. "Wir mussten solange mit den Siebtklässler auf dem Flur das ,Einmal Siebzehn’ lernen, bis wir es intus hatten", erzählte eine der ehemaligen Schülerinnen.

Vor besondere Herausforderungen wurde die Schule gegen Ende des Zweiten Weltkrieges und in den Folgejahren gestellt. Die vielen Vertriebenenkinder machten die Einrichtung einer zweiten Klasse auf dem Dachboden und die Verpflichtung einer weiteren Lehrkraft erforderlich. Nicht nur Erika Junkewitsch, geborene Gabriel, erlebte das Zusammenrücken der Hiesigen mit den Einquartierten in Wohnung und Schule als "wunderbar - nach der langen Schreckenszeit". Die Unterrichtsqualität sei trotz allem so gut gewesen, dass auch die aus dem Osten stammende Ina Behnfeld, geborene Warner, nach vier Klassen in der kleinen Dorfschule das Gymnasium besuchen konnte.

Nachdem die Schulfotos ausgiebig betrachtet und besprochen waren, gab es eine Rundfahrt durch beide Dörfer mit dem Bus. Dabei zauberte Ursula Pülschen so manche längst vergangene Begebenheit aus ihrem Gedächtnis oder plauderte aus dem lokalen Zeitgeschehen.

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