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Flensburger Tageblatt

12. Dezember 2017 | 09:59 Uhr

Flensburg : Gemeinsam gegen das Verkehrschaos

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Stadt Flensburg will die vielen Baustellen-Staus im Straßennetz bekämpfen. Dafür setzten sich die Verantwortlichen im Rathaus mehrmals mit den Stadtwerken, dem TBZ und der IHK zusammen. Die erarbeiteten Lösungen werden ab morgen getestet.

shz.de von
erstellt am 06.Mai.2014 | 08:18 Uhr

Flensburg | Das Flensburger Verkehrschaos vom Herbst 2013 ist nicht nur vielen einheimischen Autofahrern noch in lebhafter Erinnerung. „Da brauchte man eine halbe Stunde vom Campus in die Innenstadt“, sagt Flensburgs Bus-Chef Paul Hemkentokrax. 17 Straßen wurden damals gleichzeitig saniert – zu viel für das Straßennetz der Stadt. So etwas soll sich in Flensburg nicht wiederholen. Deshalb haben sich Stadt, Stadtwerke, das Technische Betriebszentrum und die IHK mehrmals seit letztem Herbst zum „Infrastrukturgipfel“ getroffen, um zu beraten, was man künftig besser machen kann.

Trotz allen guten Willens – „wir werden in Zukunft mehr Vollsperrungen haben als heute“, sagt Thomas Rether, Leiter des Bereichs Netze bei den Stadtwerken. Und das liegt nicht an Flensburg: Die bundesweit gültigen Arbeitsschutz-Richtlinien für Bauarbeiten neben dem fließenden Verkehr sollen erheblich ausgeweitet werden; der Schutzraum neben den eigentlichen Bauarbeiten werde deutlich verbreitert, so dass schlicht weniger Platz für den fließenden Verkehr bleibt.

Ob die neue Regelung noch in diesem Jahr oder erst im nächsten kommt, steht noch nicht fest. Die Oberflächenerneuerung der Toosbüystraße beginnt heute jedenfalls nach der alten Regelung. Hier bleibt Platz für den Verkehr bergauf Richtung Burgplatz, die Gegenrichtung wird gesperrt.

Ganz ohne Einschränkungen werde es auch in Zukunft nicht gehen, wenn Straßen aufgerissen, wenn die im Untergrund verlegten Leitungen und Rohre ausgetauscht oder repariert werden müssten, so Maik Render, Geschäftsführer der Flensburger Stadtwerke. „Aber wir wollen und können uns verbessern.“

Als wichtiger Schritt nach vorn wird die Bündelung der Verantwortung bei Projektleitern gesehen. Diese zumindest die Stadtwerke als wichtigster Bauherr im öffentlichen Straßenraum. Der jeweilige Projektleiter weiß alles über seine Baustelle und informiert alle anderen Beteiligten. „Das ist vorher so nicht passiert“, so Rether.

Monatliche Treffen der beteiligten Einrichtungen gibt es schon heute. Dabei werden Bauzeitenpläne abgestimmt und festgelegt, welche Baumaßnahmen nicht gleichzeitig gemacht werden dürfen. Doch es geht auch um vermeintliche kleinere Dinge: Bauschilder sollen erst aufgestellt werden, wenn es wirklich erforderlich ist und Sperrungen sollen bereits aufgehoben werden, wenn die Straße Verkehr aufnehmen kann - nicht erst, wenn der letzte Bauarbeiter seine Sachen gepackt hat.

Ganz wichtig: die Information der Beteiligten und der Öffentlichkeit. Die ist bisher oft unzureichend, vor allem dann, wenn sich die Arbeiten verzögern und die Maßnahmen länger dauern als geplant. Helge Nissen von der Straßenverkehrsbehörde rät jedem, den Verkehrsticker im Internet aufzurufen und als E-Mail zu abonnieren. Nicht zuletzt sollen die Verträge mit den ausführenden Firmen so formuliert werden, dass alles auf eine schnelle Bauausführung abzielt. Die Toosbüystraße soll ab morgen zeigen, ob es funktioniert.

Hier finden Sie den Verkehrsticker.

Weitere Information gibt es im Netz unter: www.flensburg.de

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