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Baustellen : Gemeinsam gegen das Verkehrschaos

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Infrastrukturgipfel hat sich auf Maßnahmen gegen Staus und Ärger bei Baustellen im Straßennetz festgelegt.

Das Verkehrschaos vom Herbst 2013 ist nicht nur vielen Autofahrern noch in lebhafter Erinnerung. „Da brauchten wir eine halbe Stunde vom Campus in die Innenstadt“, sagt Bus-Chef Paul Hemkentokrax. 17 Straßen wurden damals gleichzeitig saniert – zu viel für das Straßennetz der Stadt. So etwas soll sich in Flensburg nicht wiederholen, deshalb haben sich Stadt, Stadtwerke, TBZ und IHK mehrmals seit letztem Herbst zum „Infrastrukturgipfel“ getroffen, um zu beraten, was man künftig besser machen kann.

Trotz allen guten Willens – „wir werden in Zukunft mehr Vollsperrungen haben als heute“, sagte Thomas Rether, Leiter des Bereichs Netze bei den Stadtwerken, gestern bei der Vorstellung der Gipfel-Resultate. Und das liegt nicht an Flensburg: Die bundesweit gültigen Arbeitsschutz-Richtlinien für Bauarbeiten neben dem fließenden Verkehr sollen erheblich ausgeweitet werden; der Schutzraum neben den eigentlichen Bauarbeiten werde deutlich verbreitert, so dass schlicht weniger Platz für den fließenden Verkehr bleibt. Ob die neue Regelung noch in diesem Jahr oder erst im nächsten kommt, steht noch nicht fest. Die Oberflächenerneuerung der Toosbüystraße beginnt heute jedenfalls nach der alten Regelung. Hier bleibt Platz für den Verkehr bergauf Richtung Burgplatz, die Gegenrichtung wird gesperrt.

Ganz ohne Einschränkungen werde es auch in Zukunft nicht gehen, wenn Straßen aufgerissen, wenn die im Untergrund verlegten Leitungen und Rohre ausgetauscht oder repariert werden müssen, so Maik Render, Geschäftsführer der Stadtwerke. „Aber wir wollen und können uns verbessern.“

Als wichtigen Schritt nach vorn wird die Bündelung der Verantwortung bei Projektleitern gesehen. Das planen zumindest die Stadtwerke als wichtigster Bauherr im öffentlichen Straßenraum. Der jeweilige Projektleiter weiß alles über seine Baustelle und informiert alle anderen Beteiligten. „Das ist vorher so nicht passiert“, so Thomas Rether.

Monatliche Treffen der wichtigsten Akteure – Stadtwerke, Technisches Betriebszentrum (TBZ), Verkehrsbehörde der Stadt – gibt es schon heute. Da werden Bauzeitenpläne abgestimmt. Da geht es um die Frage, welche Baumaßnahmen in Konkurrenz zueinander stehen, also nicht gleichzeitig gemacht werden dürfen. Doch es geht auch um vermeintliche kleinere, eigentlich selbstverständliche Dinge: Bauschilder sollen erst aufgestellt werden, wenn es wirklich erforderlich ist, Sperrungen werden aufgehoben, wenn die Straße Verkehr aufnehmen kann – und nicht erst dann, wenn der letzte Bauarbeiter seine Sachen gepackt hat. Ganz wichtig: die Information der Beteiligten und der Öffentlichkeit. Die ist bisher oft unzureichend, vor allem dann, wenn sich die Arbeiten verzögern und die Maßnahmen länger dauern als geplant. Helge Nissen von der Straßenverkehrsbehörde rät jedem, den Verkehrsticker im Internet aufzurufen und als E-Mail zu abonnieren. Nicht zuletzt sollen die Verträge mit den ausführenden Firmen so formuliert werden, dass alles auf eine schnelle Bauausführung hinaus läuft. Und die Toosbüystraße soll ab morgen zeigen, ob es funktioniert.


http://www.tbz-flensburg.de/strassen/verkehrs ticker/ oder www.flensburg.de unter Verkehr

 

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erstellt am 06.Mai.2014 | 08:18 Uhr

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