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Grossenwiehe und Lindewitt : Gemeinden einig über Kostenteilung

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Großenwiehe und Lindewitt unterschreiben einen Vertrag über Ausgaben für Schulen und Sportplätze.

Grossenwiehe | Seit mehr als zwei Jahren wurde zwischen den Gemeinden Großenwiehe und Lindewitt der Vermögensausgleich zur Schule Lindewitt verhandelt. Eine sechsköpfige Arbeitsgruppe aus beiden Gemeindevertretungen arbeitete unter der Federführung von Ralf Fleddermann, Fachbereichsleiter im Amt Schafflund, sehr intensiv am Ziel, den Betrieb von Schule und Sportstätten vertraglich zu regeln. Der Vertrag wurde notwendig, nachdem die Liegenschaft Schule/Sportstätten aus dem Besitz des Amtes Schafflund der Gemeinde Lindewitt übertragen wurde. Bis dahin trugen Lindewitt und Großenwiehe gemeinsam die Kosten für Betrieb und Unterhaltung.

Der Schulstandort Lindewitt wird nun als Außenstelle der Grundschule Großenwiehe fortgeführt. Nach allen Prognosen zu künftigen Schülerzahlen wird nicht mit gravierenden Veränderungen auch über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren gerechnet. Laut Schulleiter Peter Franke werden auch künftig alle Klassenräume an beiden Schulstandorten gebraucht, was vorwiegend mit den geänderten Anforderungen an Gruppen- und Fachräume zusammenhängt. Für die Kosten des Schulbetriebs in Lindewitt gibt es mehrere Finanzierungsansätze zwischen den Gemeinden. Lindewitt zahlt Schulkostenbeiträge für seine Grundschulkinder nach Großenwiehe, im Gegenzug Großenwiehe Miete für die Nutzung der Schule in gleicher Höhe. Vereinfacht kann man unter dem Strich festhalten, dass beide Gemeinden jeweils die Kosten ihres eigenen Schulstandortes tragen.

Anders verhält es sich bei den Sportstätten in Lindewitt. Der TSV Lindewitt als Hauptnutzer ist der Sportverein beider Gemeinden. Großenwiehe beteiligt sich zu 25 Prozent an den Betriebskosten. Dieser Anteil ist deshalb relativ niedrig, weil der Sportverein auch die kleineren Sportstätten in Großenwiehe nutzt, an denen sich die Gemeinde Lindewitt finanziell nicht beteiligt. Mit dem gleichen Anteil wird sich Großenwiehe in den nächsten Jahren an den notwendigen Sanierungen in der Sporthalle Lindewitt beteiligen.

Auch der eigentliche Vermögensausgleich wurde geregelt. Lindewitt übernimmt allein zwei Restdarlehen aus Schulsanierungen in Höhe von zirka 215  000 Euro. Zudem erhält Großenwiehe als Ausgleich für die Eigentumsübertragung der Sportflächen auf Lindewitt 86  400 Euro.

Während die Zustimmung der Gemeindevertretung Lindewitt zur Vereinbarung einstimmig war, fiel das Ergebnis in Großenwiehe mit sechs Ja-, vier Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen knapp aus.

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erstellt am 31.Dez.2016 | 14:00 Uhr

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