Geldsegen für die Handwerkskammer

1,7 Millionen Euro Förderung für Baumaßnahmen / Die Handwerkskammer feierte Richtfest am Internatsneubau am Dammhof

shz.de von
29. Juni 2011, 03:59 Uhr

flensburg | Der Kranz thront auf dem noch nicht gedeckten Dach und beweist: Das neue Internat des Bildungszentrums der Handwerkskammer Flensburg nimmt langsam Gestalt an.

Labor und Hausmeisterwohnung mussten weichen, damit im Oktober - zwei Monate später als geplant - die ersten Lehrlinge die modernen Zweibett-Zimmer beziehen können. Schuld an der Verzögerung sei der vergangene Winter, der Betonmischer stillstehen und den Putz an den Wänden nicht trocknen ließ. Platz für insgesamt 60 Lehrlinge oder Seminarteilnehmer soll der Neubau bieten - in Zweibett-Zimmern mit eigener Nasszelle.

Der Internatsneubau am Dammhof ist Teil der Bauvorhaben der Handwerkskammer Flensburg, zu dem auch noch der geplante Neubau eines Unterrichts- und Werkstattgebäudes zählt.

Nach dem Richtfest in der vergangenen Woche besuchte Wirtschaftsminister Jost de Jager (CDU) nun die Baustelle und überreichte einen Förderbescheid in Höhe von 1,7 Millionen Euro an den Kammer-Präsidenten Eberhard Jürgensen. Es ist ein Beitrag des Landes zu dem knapp sieben Millionen Euro teuren Neu- und Umbau der Berufsbildungseinrichtung. "Von der umfassenden Modernisierung wird nicht nur die örtliche Wirtschaft enorm profitieren, sondern wir schaffen vielen jungen Menschen und Beschäftigten zugleich beste Start- und Rahmenbedingungen für berufliche Bildung", sagte de Jager. "Sie sollen sich wohlfühlen", wünscht Jürgensen den künftigen Gästen.

Berufsbildungsstätten wie die der Handwerkskammer Flensburg würden Aus-, Fort- und Weiterbildung auf höchstem Niveau anbieten und dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der schleswig-holsteinischen Betriebe und des Handwerks zu sichern und zu optimieren, begründet der Wirtschaftsminister.

Trotz der Verzögerung von zwei Monaten sei man noch im Kostenrahmen, erklärt Jürgensen. Auch der Abriss des jetzigen Internatsgebäudes werde planmäßig im August erfolgen. Die Bewohner aber sitzen dann nicht auf der Straße - für passende Unterkünfte während der zwei Monate werde seitens der Handwerkskammer gesorgt.

Damit sich die neuen Gebäude gut ins Stadtviertel einfügen und der "Dammhof-Charakter" erhalten bleibt, soll die ursprüngliche Fassade wieder hergerichtet werden. "Wir hätten das Gebäude sowieso sanieren müssen", so Eberhard Jürgensen. "Die Veränderungen werden nur vom Hof aus zu sehen sein. Es sieht jetzt auch schon gefälliger aus", zieht der Präsident eine Zwischenbilanz. Gerade das an das neue Internatsgebäude angrenzende und derzeit noch mit Waschbeton verkleidete Gebäude, in dem Metallwerkstatt und Tischlerei untergebracht sind, werde mit einem neuen Gesicht an das Stadtteilbild angepasst.

Auch die Anwohner seien bei der Planung der Baumaßnahmen bedacht worden: "Das Internat wird vom Innenhof zu begehen sein", erklärt Jürgensen. Die Anwohner sollen so nicht übermäßig gestört werden von ein und aus gehenden Internatsbewohnern.

Am Neubau müsse nun noch die Dacheindeckung sowie das Einsetzen der Fenster erfolgen. Parallel dazu solle auch schon mit dem Innenausbau begonnen werden.

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