„Geht es anderen gut, geht es mir gut“

Sind ein eingespieltes Duo:  Elisabeth Prinzessin zu Ysenburg und Büdingen und ihre „Honey“ (8). Französische Bulldoggen seien unheimlich freundlich zu Mensch und Tier, sagt Glücksburgs Hoheit.
Sind ein eingespieltes Duo: Elisabeth Prinzessin zu Ysenburg und Büdingen und ihre „Honey“ (8). Französische Bulldoggen seien unheimlich freundlich zu Mensch und Tier, sagt Glücksburgs Hoheit.

Elisabeth Prinzessin zu Ysenburg und Büdingen feiert heute ihren 70. Geburtstag

shz.de von
10. September 2015, 10:49 Uhr

Sie begehen heute Ihren 70.Geburtstag. Mit wem feiern Sie ihn?
Ich feiere wie früher mit meiner Familie.

Welches sind die drei prägendsten Erfahrungen, die Sie bisher in Ihrem Leben gemacht haben?
Wenn der eigene Mann wegstirbt, man mit den Kindern allein ist und die Schwiegereltern krank werden, dann steht man bei anderem über den Dingen. Vielleicht regt man sich kurz auf, ansonsten bleibt man gelassener.

Wie motivieren Sie sich, wenn Sie der Verpflichtungen des Hochadels einmal überdrüssig sind?
Wenn man für sein Haus etwas auf die Beine stellt, findet man immer etwas Schönes an Verpflichtungen.

Der Duke of Edinburgh, Prinz Philip, stammt väterlicherseits aus dem Hause Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg. Wann sind Sie dem Ehemann der Britischen Königin Elisabeth II. das letzte Mal begegnet?
(Überlegt) Es war vor fünf Jahren. In letzter Zeit ging es ihm nicht so gut. Aber sonst besucht er immer mal die Kinder seiner Schwestern in Deutschland. Bei einem solchen Anlass haben wir uns getroffen.

Welche Ehrenämter haben Sie und was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Ich bin Vorsitzende der Historischen Gesellschaft, bringe mich im Freundeskreis Schloss Glücksburg und in der Stiftung ein. Ich habe schon mit meinem Vater gerne zusammengearbeitet. Unser Archiv, unsere Geschichte sind mein Steckenpferd. Ansonsten liebe ich Musik, auch moderne mag ich, nur Techno nicht.


Es kommen auch nach Glücksburg Flüchtlinge. Würden Sie welche aufnehmen?
Hier geht es darum, dass die Orte vorbereitet sind und etwas tun können. Nach dem Zweiten Weltkrieg haben wir den ganzen Osten bei uns untergebracht. Daran muss sich Westdeutschland erinnern. Im Schloss hatten wir in der Hochzeit 100 Flüchtlinge und bis zu 250 Soldaten einquartiert. Wenn jetzt Flüchtlinge aus anderen Kulturkreisen kommen, müssen die Menschen hier wissen, wie sie mit ihnen umgehen können. Das muss vermittelt werden, auch in den Schulen. Es wird nicht einfach werden. Aber wenn ein Schiff vor der Tür untergeht, muss man helfen.

Sie leben am See mit Garten. Arbeiten Sie selbst im Garten?
Kleinigkeiten mache ich schon. Die Gartenfee ist meine Schwester.

Was haben Sie sich für Ihre nächsten zehn Jahre vorgenommen?
Was man kann, soll man machen. Man muss immer schön aktiv bleiben, das Gehirn weiter schulen.

Was liegt Ihnen dabei besonders am Herzen?
Das Stadtfest können wir gerne in zwei Jahren wieder machen. Es ist schön, wenn die Glücksburger so gut zusammen feiern. Ansonsten ist mir wichtig, dass die Kinder und Enkelkinder gesund sind. Wenn es anderen gut geht, geht es mir auch gut.

Bedauern Sie, etwas in ihrem Leben nicht getan zu haben?
Ich hatte einen netten Mann, habe nette Kinder und eine gute Familie. Ich habe nicht wirklich etwas verpasst. Die Zeit für persönliche Begegnungen ist ja immer zu kurz.





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