Stadtteile in Flensburg : Gegen eine neue Hohlwegschule

Die Schulze-Delitzsch-Straße auf dem Sandberg.
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Die Schulze-Delitzsch-Straße auf dem Sandberg.

Das Forum Jürgensby-Sandberg entstand einst rund um die Grundschule – einen Neubau und anderen Standort sieht man skeptisch

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11. Januar 2018, 10:20 Uhr

Seit drei Jahren sind die Stadtteilforen in Flensburg politische Vertretungen der Quartiere. Grund genug für das Tageblatt, zum Jahresbeginn zu fragen, wo im Stadtteil der Schuh drückt. Heute: Das Forum Jürgensby-Sandberg – eines von dreien in der Stadt, das sich um mehrere Stadtteile kümmert.

Wie würden Sie das Besondere an Ihrem Stadtteil/Viertel beschreiben?

Jürgensby ist ein Stadtteil, der nicht zu übersehen ist, wenn man auf der Westseite des Hafens steht: Die St. Jürgen-Kirche steht wie ein Ausrufezeichen auf der östlichen Seite, und die andere Seite von Jürgensby wird begrenzt durch die Goethe-Schule. Ein vor über 100 Jahren gewachsener Stadtteil, der überwiegend durch ältere Mehrfamilienhäuser geprägt ist. Ein Stadtteil mit eigenem Charakter. Der Sandberg ist dreigeteilt: die alte Fischersiedlung Achter de Möhl am Fuß des Stadtteils, oben das Sandberg-Viertel rund um die Jahrhundertwendekarrees und Adelbylund im Osten. Hochschule und Universität haben das Quartier zum Studentenviertel gemacht.

Auf welchem Gebiet hat sich im Stadtteil im Jahr 2017 etwas bewegt?

Richtig bewegt hat sich der Ausbau Edeka Adelbylund, was für die Nahversorgung von großer Bedeutung ist. In diesem Zusammenhang ist das Problem des entwidmeten Kirchenstiegs auch gelöst worden, einer komplett vom Wegenetz abgeschnittenen Straße. Auf dem Sandberg hat die Hoffnung neue Nahrung bekommen, dass die Johannismühle von 1808, das Wahrzeichen des Stadtteils, wieder belebt wird.


Was ist dagegen das größte Thema, das 2017 im Stadtteil liegengeblieben ist?

Die Planungen für die Hohlwegschule sind nicht weiter gekommen. Deshalb ist auch keine Entscheidung über den neuen Kindergarten gefallen.

Wie soll es mit diesem Thema weitergehen und wie könnte es vorankommen?
Themen wie Schule und Kita müssen von der Politik aufgegriffen und zügig entschieden werden. Dabei helfen wir gerne mit!

Welches weitere Thema wollen Sie 2018 anpacken?
Auf dem Sandberg müssen Entscheidungen getroffen werden über die Erneuerung des Straßenbelags der Schreiberstraße. Hier hat die Stadt ein gutes Beispiel mit der Straße Sandberg geliefert. Rund um das Sandbergkarree hat der Parkdruck deutlich zugenommen, vor allem durch das zunehmende studentische Wohnen. Nach Fertigstellung der nächsten 40 FAB-Wohnungen am unteren Sandberg dürfte der Druck weiter wachsen. Im Sandberg-Viertel wird schon gefragt, ob Anwohnerparken wie auf Jürgensby eine gute Lösung sein könnte.

Wie zufrieden sind Sie mit dem Kontakt zwischen Forum und Rathaus?

Es gibt einen guten direkten Kontakt.

Wie beurteilen Sie das erste Amtsjahr der Oberbürgermeisterin mit Blick auf den Einsatz für Ihren Stadtteil? Mit der Oberbürgermeisterin steht das Forum ebenfalls in einem guten Kontakt.

Was wünscht sich Ihr Stadtteilforum von der neuen Flensburger Ratsversammlung, die im Frühjahr gewählt wird?
Eine weiterhin gute und offene Zusammenarbeit.

Welches Thema in Ihrem Stadtteil hätte mehr Aufmerksamkeit verdient?
Es wäre für alle wünschenswert, wenn das Thema Hohlwegschule endlich abgeschlossen werden würde. Ein Neubau wäre nicht nachvollziehbar.

Morgen: Forum Tarup

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