Gedenkstein der Turner bleibt an Ort und Stelle

„Dem Andenken der am 9. April 1848 gefallenen Turner“ – so die Inschrift.
„Dem Andenken der am 9. April 1848 gefallenen Turner“ – so die Inschrift.

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17. Juni 2015, 16:00 Uhr

Im diesem Jahr feiert der TSB Flensburg sein 150. Gründungsjubiläum. In diesem Zusammenhang ist der Verein 2014 an die Stadt Flensburg mit der Bitte herangetreten, den Turner-Gedenkstein, der derzeit an der Schule Ramsharde (Bauer Landstr./An der Bergmühle) zu finden ist, an die vom TSB genutzte Sportfläche an der Eckener Straße zu versetzen. Die Stadt Flensburg hatte der Umsetzung Ende 2014 zugestimmt (siehe Pressemitteilung Nr. 543 vom 16.12.2014). Nachdem die Entscheidung öffentlich bekannt wurde, sprachen sich der Verein zur Erhaltung der Bergmühle als unmittelbarer Nachbar sowie der Verschönerungsverein und der Verein Flensburger Norden öffentlich gegen eine Umsetzung aus. Grund hierfür war u.  a., dass der vorgesehene neue Standort aus Sicht der Vereine historisch nicht vertretbar wäre. Auch der Kulturausschuss appellierte in einem Beschluss vom 19. Februar an den TSB Flensburg, von einer Versetzung des Steins auf sein Gelände abzusehen.

Nach Beratung im Vorstand hat der TSB im Interesse einer weiterhin produktiven Zusammenarbeit sein Anliegen widerrufen. „Wir hätten den Gedenkstein gerne anlässlich unseres Vereinsjubiläums auf das TSB-Gelände Eckener Platz umgesetzt, hatten aber nicht mit dem großen öffentlichen Interesse an einem Verbleib gerechnet“, sagte Sönke Voß, 2. Vorsitzender. „Allerdings erwarten wir jetzt von allen Beteiligten auch, sich zukünftig mit mehr Aufmerksamkeit um die Pflege des Denkmals zu kümmern.“ Oberbürgermeister Faber ist zufrieden, dass in Gesprächen mit den Beteiligten eine akzeptable Lösung gefunden werden konnte. Er kann berichten, dass der Gedenkstein mittlerweile von der Stadt Flensburg gesäubert und das Umfeld hergerichtet wurde. „Künftig wird das Umfeld des Gedenksteins im Rahmen der Pflege der Außenanlagen der Schule Ramsharde mitbetreut“, so Faber weiter.
Franz Mahner, Vorsitzender des Vereins zur Erhaltung der Bergmühle, ist erleichtert, dass der Turner-Gedenkstein an seinem angestammten Platz bleibt: „Dieser Standort ist aus meiner Sicht der einzig historisch richtige für den Gedenkstein. Ich freue mich daher, dass der TSB und auch der Oberbürgermeister ein Einsehen hatten und die Umsetzung fallen gelassen haben.“

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