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Gedenken an 70 Jahre Flucht und Vertreibung

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

1948 lebten 106    000 Menschen in Flensburg – ungefähr jeder Dritte war Flüchtling oder Vertriebener und kam aus Schlesien, Ostpreußen, Pommern oder anderen Gebieten. Viele hausten in Baracken, litten unter Hunger und Traumata. Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar schildert dies in ihrem Vorwort zur Gedenkschrift „Flüchtlinge und Vertriebene aus den ehemaligen deutschen Provinzen“, herausgegeben vom Verband der Vereinigten Landsmannschaften Flensburg. Die Kapitel sollen „zum 70. Gedenken an Flucht und Vertreibung aus den ehemaligen deutschen Provinzen an das Erlebte, Geleistete erinnern“, schreibt Winfried Brandes, erster Vorsitzender des Vereins. Erzählt werden Flucht- und Familiengeschichten zugewanderter Flensburger, von aussterbenden Dialekten, von Städtepartnerschaften und Namensgebern für Straßen. Kapitel 14 beinhaltet eine Liste von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Flensburg nach 1945, die der Stadthistoriker Dieter Pust zusammengetragen hat. Die Liste enthält Namen wie den von Siegbert Amler, der 1929 in Schlesien zur Welt kam und als Bildhauer Bekanntheit erlangte. Am Freitag haben die Mitglieder der Vereinigten Landsmannschaften Flensburg in der TSB-Vereinsgaststätte in der Eckenerstraße der „70 Jahre Flucht und Vertreibung“ gedacht. Swetlana Krätzschmar sprach ein Grußwort, Dieter Pust referierte.

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erstellt am 16.Sep.2015 | 12:58 Uhr

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