Eröffnung : Ganz neu, ganz groß: Phänomenta

Torge Korff, Leiter des Kulturbüros, traute sich ins 'All': Sitz- und Drehprobe im Weltraum-Trainer. Foto: Staudt
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Torge Korff, Leiter des Kulturbüros, traute sich ins "All": Sitz- und Drehprobe im Weltraum-Trainer. Foto: Staudt

Am Freitag nahm die Phänomenta ihren Erweiterungsbau in Betrieb. Ab Sonnabend kann das Publikum die neuen Experimente testen und die Räumlichkeiten erleben.

shz.de von
15. März 2008, 08:58 Uhr

Erleben, sinnliche Wahrnehmung, Experimentieren: All das ist Phänomenta, wie den zahlreichen Grußworten am Freitag bei der Einweihung des Erweiterungsbaus zu entnehmen war. Sinnliche Wahrnehmung erlebten einige Besucher gleich nach Eintritt im neuen Foyer, als sie nasse Bekanntschaft mit dem neuen Wasserbecken machten. Andere wagten eine Rotationstour im nagelneuen Raumfahrt-Trainer. Wieder andere wunderten sich über die krummen Wege des Wassers im rotierenden Coriolis-Brunnen.
Gut zweieinhalb Jahre sind vergangen, seit im August 2005 der Architektenwettbewerb zu Gunsten des Entwurfs von Klaus Sill entschieden wurde. Planungs- und Bauphase waren ebenfalls von Erlebnissen - zum Teil stressbehafteten - geprägt, auch musste bisweilen experimentiert und improvisiert werden. Das hatte nicht zuletzt mit der knappen Finanzierung zu tun. Rund 70 Prozent der gut vier Millionen Euro kamen aus dem Regionalprogramm 2000 und damit vom Land und von der EU.

Auch die gelegentlich geäußerte Kritik an der Architektur und der Platzierung am Nordertor war Thema der Reden, doch man solle sich "jetzt nicht mehr über die Architektur streiten", riet Staatssekretärin Karin Wiedemann, die Wirtschaftsminister Austermann vertrat. Für Wiedemann ist die Phänomenta ein "Juwel im Kranz der Attraktionen rund um den Hafen". Alle Redner betonten die Bedeutung des Neubaus für den Tourismus in der Stadt; die Attraktivität des Science Centers und damit der Stadt werde deutlich vergrößert. Die Phänomenta stehe für die Zukunftsorientierung Flensburgs. Städtetourismus liege im Trend, so IHK-Präsident Braasch.
Architekt Klaus Sill übergab Stadtpräsident Hans Hermann Laturnus - die Stadt ist Bauherr - und Geschäftsführer Achim Englert die "Fernbedienung" für Licht und Jalousien. Uni-Rektor Heiner Dunckel orakelte, dass es gewiss nicht die letzte Erweiterung der Phänomenta sei.
Prof. Olav Hohmeyer befasste sich in seinem Festvortrag mit dem Zusammenhang von Phänomenta und dem Klimawandel auf der Erde.
Die neue Phänomenta hat ihren Eingang seit Freitag im blauen Erweiterungsbau. Hier stehen unter anderem der Weltraum-Trainer, der Coriolis-Brunnen und neue Spiegel-Experimente. Im Nebenraum, der schon m früheren Sparkassen-Haus liegt, können Segelwagen gegen den Wind gelenkt werden. Öffnungszeiten: täglich Montag bis Freitag 9 - 17 Uhr, Sonnabend 11 bis 18 Uhr, Sonn- und Feiertage 11 bis 18 Uhr.

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