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Handewitt : Fußballplatz muss Schulhof weichen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Gemeinde stellt ihre Pläne für Bauprojekte am Campus und in Jarplund vor. Der Deutsch-Kurs für Flüchtlinge wird fortgesetzt.

Der Gemeinderat hatte zu seiner Weihnachtssitzung eingeladen. Ein Christbaum schmückte die Aula der Gemeinschaftsschule. In Handewitt brannten die Weihnachtslichter – allerdings nicht in den meisten der anderen Dörfer. Andreas Andresen, ehemaliges CDU-Gemeinderatsmitglied, erinnerte deshalb an einen alten Beschluss der Gemeindevertretung, dass die Weihnachtsbeleuchtung in die Hauptstraßen aller Ortsteile einziehen sollte.

Auf Schlag konnten das die Kommunalpolitiker natürlich nicht beheben. Ein paar gute Weihnachtsnachrichten hatten sie aber doch. So kündigten sie im Schulbereich zwei Bauprojekte an: Für zusammengerechnet gut 100  000 Euro wurden die Gewerke für die Pausenhalle am Standort Jarplund und für den Verbindungsgang vom Handewitter Schulhauptgebäude zur Wikinghalle vergeben. Bürgervorsteher Bruno Lorenzen hatte sich bei der Weihnachtsfeier in Jarplund von der Sinnhaftigkeit des Vorhabens überzeugen können. „An der bestehenden Überdachung“, berichtete er, „war auf einer Seite eine Plane vorgespannt, die andere Seite war ganz offen – das war aber kein ausreichender Schutz, als es zu regnen begann.“

Der „Schul- und Sport-Campus“ in Handewitt ist eine ehrgeizige Vision, die in mehreren Etappen über mehrere Jahre realisiert werden soll. „Von einem ersten Schritt“, sprach nun Bürgermeister Thomas Rasmussen mit Blick auf ein bevorstehendes Bauleitverfahren. Ein Areal zwischen dem ADS-Kindergarten und dem Osterfeuer-Platz soll künftig zwei Fußballfelder aufnehmen, ist aber im Flächennutzungsplan noch nicht als Sondergebiet „Sportanlagen“ ausgewiesen. Hintergrund: Der heutige A-Platz, auf dem der FC Wiesharde seine Verbandsliga-Partien austrägt, soll für einen deutlich vergrößerten Schulhof verlegt werden.

Im an der Gemeinschaftsschule angeschlossenen DaZ-Zentrum (Deutsch als Zweitsprache), in dem derzeit 18 Kinder aus sechs Nationen an die deutsche Sprache herangeführt werden, sind nach den Sommerferien zwei Erzieherinnen des Jugendzentrums eingestiegen. Die beiden jungen Frauen unterstützen abwechselnd die Integrationsarbeit. „Wir haben ein hervorragendes Ergebnis“, teilte Kaj Clausen, Vorsitzender des Sozialausschusses, im Gemeinderat mit. Die Maßnahme wird bis mindestens August fortgesetzt – bis zur nächsten Überprüfung. Kostenpunkt für die Kommune: 29  000 Euro.

Als bereits der Punsch duftete, warb CDU-Gemeinderat Joachim Harms-Abildgaard dafür, in der Silvesternacht die Straßenlampen in Handewitt nicht schon kurz nach Mitternacht abzuschalten. Er erntete dafür durchaus zustimmende Worte, öffnete damit aber zugleich ein großes Fass für das nächste Jahr. Wolfgang Hennig, Vorsitzender des Infrastrukturausschusses, merkte an: „Seit 1994 sitze ich in den kommunalen Gremien. Seitdem hat es keine Gemeindevertretung geschafft, die Straßenbeleuchtung umfassend für alle Ortsteile zu regeln.“

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erstellt am 21.Dez.2016 | 12:00 Uhr

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