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Fußball verbindet – großes Projekt der Waldorfschule

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Durch eine Spende konnten für 1000 Euro neue Sportschuhe an Flüchtlinge verteilt werden

shz.de von
erstellt am 04.Feb.2016 | 18:58 Uhr

„Wir wollen echte Begegnung!“ Durch diese Äußerung einiger Oberstufenschüler der Waldorfschule Flensburg entstand aus einem einfachen Projekttag Anfang Oktober zum Thema „Flüchtlinge“ ein wöchentliches Fußballspielen mit minderjährigen Flüchtlingen aus dem Haus Norderhofenden. Auch Fachleute aus der Region, wie der Sachbearbeiter zu Flüchtlingsfragen der Stadt Flensburg, Vertreter des Hauses Norderhofenden und die Landtagsabgeordnete Simone Lange waren dabei.

Die Idee stammt von engagierten Zwölftklässlern, die sich solidarisch zeigen und Mitte November anlässlich ihrer privaten Treffen zum Bolzen ein wegweisendes Projekt aus der Taufe hoben. Seither kommen auf eigene Faust jeden Dienstag 13- bis 17-jährige Flüchtlinge aus Syrien, Eritrea, Afghanistan und Armenien mit Schülern der Waldorfschule in der anliegenden Turnhalle zusammen, um gemeinsam Fußball zu spielen.

Gleichzeitig haben sie die Möglichkeit, am Gewerkunterricht (Malen, Plastizieren) teilzunehmen. „Die Aktion ist für beide Seiten sehr bereichernd; so können die Jungs Kontakte mit deutschen Jugendlichen knüpfen – und wir freuen uns, zu ihrer Integration beizutragen“, erklärt Niklas Rotsch (18), Oberstufenschüler der Waldorfschule. Aufgrund mangelnder Sportbekleidung wurde seitens der Schule nach Lösungen gesucht, und kurzerhand spendeten vier großzügige „Freunde der Schule“ insgesamt 1000 Euro. Dank dieser Spende konnten Sportschuhe für die Flüchtlinge angeschafft werden. Diese wurden jetzt zur Anprobe bereitgestellt und mit Freude entgegengenommen.

Nicht nur die Schüler sind von ihrem Integrationsprojekt begeistert, auch der Geschäftsführer der Waldorfschule, Henning Fitsch, äußerte sich erfreut: „Wir haben eine große Offenheit an dieser Schule und haben auch noch keinerlei schlechte Erfahrungen mit dem Projekt gemacht.“

Den Hürden der Kommunikation begegnen die Engagierten ohne Furcht – mal Englisch, mal Deutsch oder auch Verständigung durch „Hand und Fuß“ ermöglichen ein harmonisches Miteinander, denn bekanntlich „verbindet Fußball viele Nationen“.

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