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Steinbergkirche : Fusionsbeauftragter hatte das Sagen

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Erich Petersen traf in Steinbergkirche wichtige Entscheidungen vor der konstituierenden Sitzung am 17. Juni.

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erstellt am 29.Mai.2013 | 07:09 Uhr

Steinbergkirche | "So beschlossen", entschied Querns Ex-Bürgermeister Erich Petersen als Beauftragter der Kommunalaufsicht und stellte damit in der jüngsten öffentlichen Sitzung planerische Weichen für die Gemeinde Steinbergkirche. Er allein hatte das Sagen, denn eine Gemeindevertretung und einen Bürgermeister gibt es nach der Eheschließung von Quern und Steinbergkirche noch nicht - das wird erst nach der konstituierenden Sitzung der neugewählten Vertreter am 17. Juni der Fall sein. Lediglich die Mitglieder des Vorbereitungsausschusses für die kommunale Zusammenlegung, Mitarbeiter der Verwaltung und Planer waren beratend in der Sitzung dabei - jedoch allesamt ohne Stimmrecht. Die Entscheidungen oblagen einzig und allein Petersen - und das war für die Zuhörer nicht nur neu, sondern auch außerordentlich gewöhnungsbedürftig.

Da ging es um die 27. Änderung des Flächennutzungsplans und hierbei um die Ausweisung eines Sondergebietes "Pferdezucht" in der Kanonenstraße von Steinbergkirche. Die Planung dafür "schmort" seit drei Jahren - die gesetzlichen Bedingungen haben sich zwischenzeitlich verändert - und wird auch noch bis zur zweiten Sitzung der neuen Gemeindevertretung "schmoren". Planer Dieter Hosse von der IGN Nord in Schleswig erläuterte die Details für den dann auch erforderlichen vorhabenbezogenen Bebauungsplan. Der Beschluss von Erich Petersen: Rückstellung.

"Hiermit beschlossen", lautete sodann eine weitere Entscheidung. Es ging um den Antrag von Anliegern der nach Gintoft führenden Landesstraße. Sie möchten, dass die Bauverbotszone zwischen ihren Grundstücken und der Straße reduziert wird. Nun soll beim Landesbetrieb für Straßenbau nachgefragt werden, ob dies möglich sei.

Dann ging es auch noch um die 38. Änderung des Flächennutzungsplans für die ehemalige Gemeinde Quern. In "Großquern-Süd" ist vorhabenbezogen geplant, zwei Ferienhäuser und eine Betriebsleiterwohnung zu errichten. Dazu erläuterte Planer Madjid Shahbazi den Verlauf des bisherigen Verfahrensweges - und Petersen sagte "Ja".

Ein rein formaler Akt war sodann des Beauftragten Genehmigung der Geschäftsordnung für die Gemeinde Steinbergkirche, die nun in Kraft tritt. Zu seinen bereits erledigten Entscheidungen, über die er der Kommunalaufsicht schriftlich Bericht zu erstatten hat, gehört die Genehmigung des neuen Wappens, wie sie vor der kommunalen Fu sion von den beiden damaligen Gemeindevertretungen empfohlen worden war.

Zu den Mitteilungen des Beauftragten der Kommunalaufsicht gehörte der Hinweis, dass der Neu- und Umbau für den Kindergarten bei der Grundschule Steinbergkirche gute Fortschritte mache, so dass der Betrieb mit Beginn des nächsten Kindergartenjahres aufgenommen werden kann - verbunden mit der Zusammenführung der Kindergärten Quern und Steinbergkirche.

Die Trägerschaft wird, so Erich Petersen, in Händen des Kita-Werks des Kirchenkreises Schleswig-Flensburg liegen. Schon jetzt zeichne sich eine Vollauslastung ab, so dass die Einrichtung einer Waldkindergarten-Gruppe im Gespräch sei. Auch solle es eine Ferienbetreuung geben.

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