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Fundierte duale Ausbildung – sichere Alternative zum Studium

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Jedes Jahr müssen Schüler und ihre Familien eine Entscheidung mit weit reichenden Konsequenzen treffen – die der Berufswahl. Doch welcher Beruf ist der richtige? Theoretisch steht jungen Schulabsolventen eine ganze Welt beruflicher Perspektiven offen, doch Talente und Eignung sollten auch harmonieren. Im Trend liegt das Studium, das mittlerweile fast jeder zweite Schulabgänger anfängt. Darunter leiden Handwerk, Handel und Dienstleister, die ebenfalls eine solide Ausbildung anbieten: Ihnen gehen zusehends die Azubis aus – völlig zu Unrecht übrigens und verschärft durch die demografische Entwicklung.

Das Dilemma: Weit über 30 Prozent aller Hochschüler brechen das Studium wieder ab. Das ist gesamtgesellschaftlich gesehen ein echter Verlust. Und Wirtschaftsbetriebe benötigen dringend pragmatisch orientierten Nachwuchs. Dabei ist die praktische Lehre eine echte Alternative. Von der Begrifflichkeit her handelt es sich genauer auch um eine Duale Ausbildung, in der Theorie und Praxis parallel verlaufen. Und Aufstiegschancen bieten sich beispielsweise im Handwerk in Hülle und Fülle: Techniker, Meister, Betriebswirt sowie die finanziell reizvolle Perspektive, einen bestehenden Betrieb zu übernehmen – Nachfolger sind zunehmend heiß begehrt. Und studieren kann man mit Gesellenbrief ja immer noch und das viel abgesicherter.

  Was also tun?

Marvin Krämer und Philipp Danker sind gute Beispiele, wie eine fundierte Ausbildung eine erfolgreiche berufliche Biographie begründen kann. Der 18-jährige Marvin hat die Hauptschule abgeschlossen. Über ein Praktikum fand er Gefallen am Beruf des Glasers bei Glas Franzen. „Nette betriebliche Atmosphäre und die Arbeit liegt mir“, sagt er. Mit-Azubi Philipp ist 25 Jahre alt, hat ein Studium BWL und Wirtschaftsrecht abgebrochen. „Das war alles sehr theoretisch“, erinnert er sich. Parallel zur Lehre studiert er an der IHK Lübeck jetzt berufsbegleitend den technischen Betriebswirt im Handwerk. Damit sieht er sich bestens vorbereitet, den elterlichen Glaserbetrieb in Neumünster einmal zu übernehmen.

Die beiden Azubis haben sich vorbereitet, interessierte Schüler über ihre Erfahrungen ihrer Lehre zu informieren – gewissermaßen auf Augenhöhe. Wie viele andere „Kollegen“ auch am kommenden Freitag, 5. Februar, auf der aktuellen Lehrstellenrallye 2016. Insgesamt 25 Betriebe mit 39 Berufen öffnen sich dafür ihrem potenziellen Nachwuchs. Von 11 bis 15 Uhr in Flensburg. In der IHK (Heinrichstraße 28 bis 34) beantworten zudem Ausbildungsberater der IHK und Handwerkskammer Fragen zum Thema. Dort präsentieren sich auch Barmer GEK, Förde-Reederei sowie die Firma Trixi aus Tarp. Ab 15.30 Uhr findet eine Abschlussveranstaltung statt, bei der Preise verlost werden. Ein kostenloser Bus-Shuttle verbindet die Betriebe. Alle Details stellt ausführlich eine Plattform dar, die über den unten stehenden QR-Code aufgerufen werden kann.

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erstellt am 02.Feb.2016 | 11:58 Uhr

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