Tarp : Fürs Klima: Tarp baut Parkplätze

Schon jetzt wird der Parkplatz an der Bahn in Tarp sehr gut genutzt. Er soll bis zum Sommer auf 50 Plätze erweitert werden.
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Schon jetzt wird der Parkplatz an der Bahn in Tarp sehr gut genutzt. Er soll bis zum Sommer auf 50 Plätze erweitert werden.

Die Zahl der „Park & Ride“-Gelegenheiten rund um den Bahnhof wird auf 50 erhöht. Eine E-Ladestation ist in Planung.

shz.de von
18. Januar 2018, 13:57 Uhr

Die Gemeinde Tarp wirbt gerne mit ihrem Freibad, dem nach eigener Aussage gut ausgestatteten Schulzentrum und mit der Eigenschaft als „Zentraler Ort“ mit zahlreichen Geschäften, die die Bürger des Umlandes anlocken. Auch wird immer wieder die gute Verkehrsanbindung angepriesen, die nahe Autobahnauffahrt und die Nähe zu Flensburg und Schleswig. Und dann gibt es noch den „Bahnhof Tarp“ der Deutschen Bahn. Da das Bahnhofsgebäude veräußert ist, ist der Bahnhof eigentlich nur noch ein Haltepunkt. Doch in Zeiten des Klimawandels kommt der Möglichkeit den Bahnhof für Park & Ride und Park & Bike zu nutzen und dort das eigene Fahrzeug abzustellen und mit der Bahn weiterzufahren oder Fahrgemeinschaften zu bilden eine immer größer werdende Bedeutung zu. Das zeigt sich auch darin, dass die Parkplätze rund um das Bahnhofsgelände sehr begehrt sind.

Es kommen aber auch Besucher von außerhalb, die das Tarper Bahnhofsgelände nutzen, um ihr Fahrzeug dort abzustellen und dann mit der Bahn in die Flensburger Innenstadt zu fahren. „Es kommen Bürger aus Dänemark, Flensburg-Weiche, die hier in Tarp in die Bahn einsteigen, weil es in Flensburg keine oder viel zu wenig Parkmöglichkeiten gibt“, erklärt Tarps Bürgermeister Peter Hopfstock und der Leitende Verwaltungsbeamte Horst Rudolph ergänzt: „Einer der Gründe für die Attraktivität des Tarper Haltepunktes ist, dass es am Bahnhof eine große Zahl Abstellmöglichkeiten für den fahrbaren Untersatz gibt. Es gibt keine Parkuhren, es wird nicht abkassiert.“

Diesen Trend gelte es künftig zu unterstützen, lautete nun eine Überlegung in der Tarper Gemeindevertretung. Einstimmig wurde beschlossen, künftig die Zahl der Parkplätze um den Bahnhof auf insgesamt 50 zu erhöhen und somit das Fahren mit der Bahn attraktiver zu gestalten. Zudem wird eine E-Ladestation für E-Bikes und E-Autos geplant. Noch auf der Suche ist man nach geeigneten Sicherungsmöglichkeiten für Räder. Für den Erwerb des Grundstücks hat die Gemeinde 46 000 Euro aufgewendet, für die Herrichtung des Geländes und der Ausstattung werden 290 000 Euro eingeplant. In dem Betrag sind keine Fördermittel enthalten. Es sollen jedoch Mittel für den Klimaschutz eingeworben werden. „Wir wollen schnell loslegen, es soll gerne bis Mitte 2018 fertig sein“, sagt Hopfstock.

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