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Tierauffangstation : Fünf Kitze in Hüllerup

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Ruth Muschalla hat im Moment alle Hände voll zu tun.

Handewitt | Um fünf Uhr morgens steht Ruth Muschalla, die zusammen mit ihrem Mann Franz in Hüllerup die einzige Tierauffangstation im Kreisgebiet ehrenamtlich betreibt, auf. Denn inzwischen geben fünf kleine Rehkitze keine Ruhe. Gras und trockene Blätter futtern sie eigenständig, die Milch bekommen sie allerdings aus der Flasche. Eine Prozedur, die für alle fünf Tiere mehrmals täglich eine runde Stunde benötigt. Die rüstige Seniorin klagt jedoch nicht: „Ich bin ja schon dankbar, dass ein Landwirt einen Eimer Biestmilch gespendet hat.“

Die vorletzte Woche war allerdings so turbulent wie selten. Fast jeden Tag kam ein neues Kitz an. Ihre Mütter waren überfahren worden. Die Jungen schrien vor Verzweiflung, sodass sie von Jägern und Passanten gefunden wurden. Ein „Bambi“ war besonders mickrig. „Dieses Kitz war nicht größer als eine Katze, so eines habe ich noch nicht gesehen“, berichtet Ruth Muschalla. „Wir dachten erst, es würde die Nacht nicht überleben.“ Das Rehlein ist immer noch etwas wackelig auf den Beinen, läuft aber inzwischen mit den anderen vier Tieren munter durch das Gehege.

Im letzten Jahr hatte auch ein Kitz-Quintett in Hüllerup Quartier bezogen. Im Herbst waren die vier kleinen Böcke und eine Ricke in Handewitt und Jerrishoe in die freie Wildbahn entlassen worden. Ruth Muschalla hofft diesmal auf ein ähnliches Happyend – und auf keine weiteren Neuzugänge. „Ich sage im Moment schon Termine ab, da ich die Kitze nicht so lange allein lassen möchte“, verrät sie. „Aber wenn jemand aus dem Kreisgebiet mit einem weiteren Kitz anrufen sollte, würden wir natürlich auch das aufnehmen.“

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erstellt am 16.Jun.2017 | 15:43 Uhr

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