FSG sieht sich wieder auf Kurs

An der Batteriestraße:  Sabine Sütterlin-Waack (re.) mit FSG-Chef Rüdiger Fuchs und Ratsfrau Gabriele Stappert.
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An der Batteriestraße: Sabine Sütterlin-Waack (re.) mit FSG-Chef Rüdiger Fuchs und Ratsfrau Gabriele Stappert.

Sabine Sütterlin-Waack: Bund und Land sind in der Pflicht, Wettbewerbsnachteile auszugleichen

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05. April 2017, 15:41 Uhr

Die wirtschaftlichen Zwänge im weltweiten Konkurrenzkampf erfordern eine bessere Produktionseffektivität der Flensburger Werft und eine marktgerechte, wettbewerbsfähige Preispolitik. Das erfuhren die CDU-Bundestagsabgeordnete Sabine Sütterlin-Waack und die Flensburger Ratsfrau Gabriele Stappert beim Besuch der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft. „Mit unserem auch finanziell vorbildlich engagierten Gesellschafter Siem Industries gehen wir gestärkt und optimistisch in die Zukunft“, so die Botschaft von Werft-Geschäftsführer Rüdiger Fuchs. Die FSG habe sich mit einer flexiblen Produktpalette mit den bewährten RoRo-Schiffen und RoPax-Schiffen sowie Offshore- und weiteren Spezialschiffen als innovative Ergänzung breiter aufgestellt. Die neue Generation der Schiffe sei deutlich ausrüstungs- und systemintensiver, benötige in der Fertigung weniger Stahl und werde bei gleichzeitig niedrigerem Verbrauch zum Teil mit umweltfreundlichem Flüssiggas betrieben. Nicht zu vermeiden aufgrund der Struktur- und Prozessveränderungen sei ein Personalabbau von 100 Stellen im Dezember gewesen (wir berichteten). Mit dem Betriebsrat sei in einem „Zukunftspakt“ für die verbliebenen ca. 650 Mitarbeiter ein Arbeitszeitmodell mit maximaler Flexibilität durch Arbeitszeitkonten geregelt sowie die Modalitäten für einen teilweisen Gehaltsverzicht über drei Jahre und das Ziel einer Produktionserhöhung um jährlich acht Prozent festgelegt worden.

Jede Form von Personalabbau sei sehr bedauerlich, waren sich die beiden CDU-Politikerinnen einig. Aber der Schiffbau sei eine „politische Industrie“, und damit sei es beruhigend zu wissen, dass eine Stärkung der Effizienz, und damit der Wettbewerbsfähigkeit dieses für die Region bedeutsamen Unternehmens eingeleitet worden seien. Hier sehe sie auch weiterhin Bund und Länder in der Pflicht, so die Abgeordnete Sütterlin-Waack, im Zusammenspiel mit der KfW-Bank mit Innovationsförderung und Bürgschaften globale Wettbewerbsnachteile für den deutschen Schiffbau zu minimieren.

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