zur Navigation springen

Flesburger Hilfe im Advent : Frisches Gemüse und im Notfall noch Gummistiefel

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Kinderschutzbund an der Marientreppe legt Wert auf gesundes Essen und kann auch bei finanziellen Engpässen helfen.

shz.de von
erstellt am 10.Dez.2016 | 18:16 Uhr

 

Die Hilfe im Advent ist dieses Jahr sowohl Hilfsaktion für Kinder und Familien als auch für ältere Menschen in Notlagen. Der Verein Schutzengel, der Kinderschutzbund, der Kinderhospizdienst beim Katharinen-Hospiz am Park und der Bürgerfonds „Flensburg hilft“ von Diakonischem Werk, Stadt und Tageblatt haben sich zum dritten Mal zusammengetan, um Menschen in Notlagen in Flensburg und Umgebung helfen zu können.

 

Ole (7) ist im Sportverein angemeldet. Das Geld für Fußballschuhe und Trainingsanzug können die Eltern aber nicht allein aufbringen. Hier konnte das Kinderhaus über seine Familiendirekthilfe unterstützen: „Jetzt geht er begeistert zum Training und hat die gleichen Sachen wie seinen Kameraden“, sagt Leiterin Martina Krohn-Haut. Ein anderes Kind brauchte für die Klassenfahrt Gummistiefel und Regenzeug. Auch hier floss eine kleine Hilfe.

Es ist das dritte Mal in Folge, dass das Kinderhaus an der Marientreppe bei der Hilfe im Advent dabei ist: „Für uns bedeutet das, dass die Kinder das ganze Jahr über umsonst essen können“, sagt Martina Krohn-Haut, die das Haus des Kinderschutzbundes leitet. Natürlich gilt das nur für Kinder aus Familien, die Transferleistungen beziehen. Doch deren Anteil wächst in der Einrichtung in der nördlichen Altstadt mit ihren 65 Kita-Kindern beständig.

Darüber hinaus gibt es an der Marientreppe eine große Obstbestellung und zweimal gesundes Frühstück pro Woche: „Die Spendenaktion erlaubt uns, dass wir das weitermachen“, sagt Krohn-Haut.

Mehr als die Hälfte der Kinder in der Flensburger Neustadt leben in Familien, die auf Unterstützung angewiesen sind. Normalerweise müssen selbst diese Familien für ihr Kita- oder Krippenkind fünf Euro pro Woche für das Mittagessen dazu bezahlen. Die Folge: „Dann würden viele Eltern das nicht mehr machen, und etliche Kinder hier nicht mehr essen.“ So bekomme ein großer Teil der Eltern den Eigenanteil über eine Spende finanziert.

Beim gesunden Frühstück gebe es immer frische Sachen vom Markt. „Wir gucken auch, wozu die Kinder Lust haben“, erklärt Martina Krohn-Haut.

Außerdem gehört zur Einrichtung an der Marientreppe eine Familiendirekthilfe – eine Art kleiner Bürgerfonds im Kinderhaus. Wenn die Knirpse aus den Schuhen wachsen und gar kein Geld für neue da oder oder wie bei Ole nichts für Fußballschuhe übrig ist oder der Kühlschrank leer ist, könne mit einer bescheidenen Summe schnell und unbürokratisch geholfen werden. Ganz wichtig ist für die Erzieher hier das Vertrauensverhältnis. Martina Krohn-Haut: „Die Familien müssen den Eindruck haben, dass man das hier auch sagen kann.“

 

Konto Für Spender

Das gemeinsame Konto für die Hilfe im Advent beim Katharinen-Hospiz lautet:

IBAN DE55 2175 0000 0164 7940 83

 (BIC NOLADE21NOS)

Spendenbescheinigungen werden ab 200 Euro ausgestellt. Spender  sollten für eine

Bescheinigung im Verwendungszweck ihre Adresse angeben.  Wer nicht im Tageblatt 

genannt werden möchte, verweise bitte darauf mit dem Hinweis „anonym“. Bei Spenden unter 200 Euro genügt fürs Finanzamt der Einzahlungsbeleg. Alle Spenden werden zu gleichen Teilen auf die vier bedachten Einrichtungen aufgeteilt und ohne Abzug von Verwaltungskosten  weitergegeben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen