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Flensburger Tageblatt

20. Oktober 2017 | 09:42 Uhr

Husby : Frische Ideen für das Dorfzentrum

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Teilnehmer der Workshops präsentieren Vorschläge für Straßenführung und Gestaltung der Ortsmitte.

Husby | Vor gut anderthalb Jahren brachte die Gemeinde Husby ihr Shared-Space-Projekt auf den Weg. Ziel ist es, das Areal rund um die Begegnungsstätte allen Verkehrsteilnehmern gleichberechtigt zur Verfügung zu stellen (Shared Space: geteilter Raum) und dadurch den Verkehr zu beruhigen und das Dorfzentrum aufzuwerten. Ein gewichtiges Wort bei den Planungen sollten die Bürger mitreden. Nach mehreren Workshops mit Bürgerbeteiligung werden die Pläne nun allmählich konkreter.

Professor Carsten-Wilm Müller von der Hochschule Bremen moderierte die Präsentation der Ergebnisse der Arbeitsgruppen der jüngsten Werkstatt in der Begegnungsstätte in Husby. Bürger, Investoren, Gemeindevertreter und Gewerbetreibende aus Husby hatten zuvor in drei Arbeitsgruppen in mehreren Sitzungen engagiert über die Gestaltung des öffentlichen Raumes im Verlauf der Flensburger Straße (L  21) diskutiert, hatten Pläne formuliert und wieder verworfen. „Wir sind nicht hier um etwas perfekt zu machen, sondern um etwas zu entwickeln“, sagte Müller. Diese Entwicklung sei auch mit dieser Präsentation längst nicht abgeschlossen. Schließlich handele es sich um einen Prozess.

Die verschiedenen Teams hatten im Ergebnis ähnliche Entwürfe entwickelt: Im Verlauf der Flensburger Straße sind bauliche Maßnahmen und Veränderungen im Straßenbild angedacht. Am detailliertesten wurden Vorschläger für den Platz um die Kreuzung Schulstraße/Kirchstraße ausgearbeitet. Nach den Vorstellungen der Arbeitsgruppen soll dort ein Dorfplatz mit Brunnen, Bänken zum Verweilen und Raum für Veranstaltungen entstehen. Auch mit der Straßenführung und der Parkplatzsituation hatten sich die Gruppen beschäftigt und waren sogar schon in die Details einstiegen. Sie hatten sich Gedanken über den Straßenbelag gemacht.

„Die Grundzüge der Planung sind klar“, stellte Müller in seinem Resümee fest. Nun sei das beauftragte Ingenieurbüro in der Pflicht, die Planungen voranzutreiben und ein Konzept zu erstellen, dass die Husbyer Gemeindevertretung und die Fördergeldgeber überzeugt.

Karl-Heinz Roos, Leiter der Niederlassung Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein, sprach anschließend von einer „hoch interessanten Herangehensweise, mit vielen guten Ideen, von denen viel machbar sei“. Roos gab Tipps, wie die Geschwindigkeit des Durchgangsverkehrs – zirka 6000 Fahrzeuge passieren tagtäglich den Ort – verringert werden könnte. Es gelte zu bedenken, dass ein großer Anteil der Verkehrsteilnehmer den Ort nur passieren wolle. Sie würden die Verkehrssituationen im Dorf anders wahrnehmen, als einheimische Verkehrsteilnehmer, so Roos.

„Ich bin guter Dinge“, sagte Bürgermeister Burkhard Gerling. „Es liegen gute, ansprechende Ergebnisse vor. Wir hoffen auf eine gute Förderung als Pilotprojekt und arbeiten konzentriert an einer guten Stube für Husby.“

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