Fridtjof-Nansen-Schule Flensburg : Friedhof der Schrott-Handys

Als Erste entsorgt die Oberbürgermeisterin ihr Smartphone – symbolisch. Thore Voss, Christian Burkert und Jan-Philipp Petri (v.l.) haben die Box im Eingangsbereich des Rathauses aufgestellt.
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Als Erste entsorgt die Oberbürgermeisterin ihr Smartphone – symbolisch. Thore Voss, Christian Burkert und Jan-Philipp Petri (v.l.) haben die Box im Eingangsbereich des Rathauses aufgestellt.

Die Aktion haben die Schüler zusammen mit der Flensburger Greenpeace-Gruppe entwickelt.

Gunnar Dommasch von
09. Februar 2018, 12:46 Uhr

Handys haben in der Regel eine implantierte Halbwertzeit von zwei Jahren. Vertragskunden erhalten dann ein neues Gerät. Wohin aber mit dem alten Smartphone, wenn es seinen Dienst nur noch unzuverlässig verrichtet? Und wohin mit den schrottreifen Handys, die darüber hinaus noch in der Schublade schlummern?

Drei Schüler des 12. Jahrgangs hatten dazu eine Idee: Im Rahmen eines Real-Projekts an der Fridtjof-Nansen-Schule richten sie gegenwärtig Sammelstellen für ausgediente Mobiltelefone an gut frequentierten Stellen im Stadtgebiet ein. Aufgabe war es, bei dem Projekt die Profile Naturwissenschaften und Gesellschaftswissenschaften zu vereinen.

„Insgesamt sieben Behälter wollen wir verteilen“, sagt Christian Burchardt. Den gesammelten Handyschrott werden die Schüler nach Abschluss der Sammelphase an ein Recycling-Unternehmen verkaufen. Die Aktion haben die Schüler zusammen mit der Flensburger Greenpeace-Gruppe entwickelt, die auch von dem Erlös profitieren wird.

Vom Schrott zur Spende – die Stadt unterstützt die Umweltaktion. Für diesen Zweck wurde jetzt die erste Sammelbox an der Information im Foyer des Rathauses deponiert. Und Oberbürgermeisterin Simone Lange ließ es sich nicht nehmen, in einem symbolischen Akt ihr Handy in dem Behälter zu versenken. „Die Entsorgung von Elektro-Schrott ist ein spannendes Thema und ein immer noch aktuelles Problem“, sagt Thore Voss. „Wir wollen das wachhalten.“ Und ganz nebenbei haben die drei auch ganz praktisch etwas Gutes für die Umwelt getan.



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