Wochenmarkt in Flensburg : Friede – Freude – Weihnachtsmarkt

Bei 30 Grad im Schatten mochte gestern kaum einer an den Advent denken – aber Wochen- und Weihnachtsmarktbeschicker sind nun einig.
1 von 2
Bei 30 Grad im Schatten mochte gestern kaum einer an den Advent denken – aber Wochen- und Weihnachtsmarktbeschicker sind nun einig.

Nach Workshop im Februar einigen sich jetzt die Akteure: Wochenmarkt kehrt auch im Advent auf den Südermarkt zurück

walther-antje-20170915-75r_6556 von
26. Juli 2018, 06:02 Uhr

Von wegen: Viele Köche verderben den Brei. Sämtliche Akteure, die mit dem Wochen- und Weihnachtsmarkt befasst sind, haben ihren Konflikt beigelegt. Dieser war entstanden, nachdem im Vorjahr der Wochen- dem Weihnachtsmarkt weichen und in die Große Straße umziehen musste, weil Sicherheitsaspekte bemängelt worden waren (wir berichteten). Gestern im Rathaus unterschrieben die Beteiligten symbolisch eine Vereinbarung. Vorausgegangen war ein intensiver Prozess mit Workshop im Februar.

Wichtigster Punkt der Einigung: „Der Wochenmarkt kehrt zurück auf den Südermarkt“, verkündete Dezernentin Maria-Theresia Schlütter, und auch der Weihnachtsmarkt bleibe dort, allerdings mit Ausgleichsflächen. Sie lobte die Kompromissbereitschaft der Teilnehmer, „die sich ganz doll bewegt haben“.

Dazu zählt die Tourismus-Agentur Taff unter Geschäftsführer Gorm Casper, der erklärte, dass man beim Weihnachtsmarkt auf dem Südermarkt auf acht Hütten verzichte (Gesamtzahl 66, Anmietung auf fünf Jahre), etwa um Sicherheitsabstände zu vergrößern. Um den Verlust eines „höheren fünfstelligen“ Euro-Betrages zu vermeiden, werde nach alternativen Standorten für diese Hütten gesucht und nach Mietern, sagte Casper. Im Rennen seien die Nikolaistraße, die zugleich die Grenze der beiden Märkte in die Fußgängerzone bildet, und der Nordermarkt, der unter anderem als Kulturschwerpunkt aufgestellt und damit an Anziehungskraft gewinnen soll.

Marktmeister René Lewing freut sich, dass der Weihnachtsmarkt mit dem Kompromiss seinen Marktcharakter behält und wieder wie ein L aufgestellt werde. Eine gute Durchmischung beider Märkte sei gelungen auf dem Südermarkt und auf dem Holm bis zur Grenze Nikolaistraße. Die Doppelreihe an Ständen am Südermarkt wie 2016 werde abgeschafft zugunsten von mehr Sicherheit und breiterer Laufwege.

Die Marktbeschicker wiederum reduzieren ihre Verkaufsfläche um 38 Meter und verzichten auf zwei Wagen, berichtete deren Vorsitzender Boy Gondesen. Als schwierig bezeichnete er die Vereinheitlichung der Auf- und Abbauzeiten und den Verzicht auf die Doppelreihe. Man habe aber „gut hinbekommen“, dass die Beschicker, die früher losfahren auf dem Südermarkt und in der Dr.-Todsen-Straße stehen und die anderen auf dem Holm. Mit der Todsen-Straße betrete man Neuland, Gondesen bleibt aber zuversichtlich, dass dort und auf dem Holm gute Geschäfte möglich sind: „Für uns ist es ganz wichtig, ein Bein auf dem Südermarkt zu haben.“ Die Erreichbarkeit zu Fuß oder mit dem Bus und die „offenen Gespräche“ seien den Beschickern besonders wichtig gewesen.

Möglichst transparente Stände vor Schaufenstern zu platzieren, greift Stefan Thurner als Vertreter der City-Kaufleute auf und ergänzt, dass mit dem Konzept für „eine ganz sensible Zeit“ die Eingangsbereiche der Geschäfte nicht zugestellt werden (sollen).

Aktiv-Bus bringt sich mit einem bunten Bus als Botschafter ein, der mit Bildern vom Ananas-Mann, Baguette-Mädchen, Öffnungszeiten des Wochenmarkts und Maria-Theresia Schlütter wirbt. Die Dezernentin ergänzt, dass die Fielmann-Tanne schließlich etwas höher in Richtung Kirche ziehen solle und sieht darin eine Verbesserung: „Die Tanne überstrahlt dann alles.“

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen