Jugendaustausch : Freundschaften knüpfen in Carlisle und Slupsk

Voller Vorfreude: hintere Reihe von links Teamer Michael Martinen, Tom, Nick, Steven, Sophie und Teamerin Sarah Kietz; vorn: Theresa, Meiken, Paola und Tonia.
Voller Vorfreude: hintere Reihe von links Teamer Michael Martinen, Tom, Nick, Steven, Sophie und Teamerin Sarah Kietz; vorn: Theresa, Meiken, Paola und Tonia.

Der Jugendaustausch mit Flensburgs Partnerstädten hat eine lange Tradition

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04. August 2018, 06:00 Uhr

Der jährliche Austausch junger Flensburger mit Jugendlichen aus Slupsk und Carlisle ist eine fast 60 Jahre alte Tradition des Stadtjugendrings. Zunächst bilateral mit der britischen Partnerstadt, seit Ende der 1980er auch mit der polnischen.

Ziel ist jeweils aufs Neue die Auseinandersetzung mit den sozialen, politischen und kulturellen Besonderheiten des jeweiligen Gastlandes und denen der Partnerstädte im Besonderen.

Die Stadt Flensburg unterstützt diesen Jugendaustausch erneut mit einem fünfstelligen Betrag; der jeweilige Gastgeber – in diesem Jahr Slupsk in der polnischen Woiwodschaft Pommern – erhält zudem eine Förderung durch das europäische Erasmus-Programm. Die Jugendlichen und ihre Eltern leisten einen Eigenbeitrag von 115 Euro.

In mehreren Treffen wurden zehn Flensburger Schüler (sechs Mädchen und vier Jungen) im Alter zwischen 14 und 19 Jahren auf den Austausch vorbereitet. Auch die Eltern nahmen am abschließenden Abend vor den Sommerferien teil. Früh am kommenden Montag geht die Gruppe auf die Reise, erstmals mit der Bahn über Berlin mit viermaligem Umsteigen und etwa zwölfstündiger Dauer.

Das umweltfreundliche Transportmittel passt zum diesjährigen Austauschmotto, das Nachhaltigkeit zum Thema hat, insbesondere Bienen und Insekten betreffend: Es lautet „To bee or not to bee!“

Begleitet wird die Gruppe von Teamleiterin Sarah Kietz, die über viel Programmerfahrung verfügt, sowie neu von Teamer Michael Martinen.

Steven und Tom machen bereits zum dritten Mal mit und freuen sich darauf, alte Freunde aus den vorangehenden Kursen wieder zu treffen, mit denen sie zwischenzeitlich über soziale Medien Kontakt gehalten haben. „Das sind sehr schöne Kontakte“, betont Tom, und Steven sagt, dass er durch den Austausch an Selbstbewusstsein gewonnen und gut Englisch gelernt hat, was in allen drei Städten „Dienstsprache“ ist.

Die 19-jährige Paola sieht dem Austausch gelassen entgegen, freut sich auf Eindrücke aus Stadt und Land, da sie noch nie in Polen war. Wichtig sind ihr neue soziale Kontakte. Erstmals dabei ist Tonia: „Ich möchte über den Austausch neue Freundschaften aus den Partnerstädten aufbauen, meine Englischkenntnisse praktizieren und verbessern, aber auch möglichst viel Spaß haben“, sagt die 14-Jährige.

Am 14. August kommt die Gruppe Flensburger Jugendlicher wieder zurück. Im kommenden Jahr wird der Trilaterale Jugendaustausch mit den Partnerstädten im britischen Carlisle veranstaltet, im Jahr 2020 ist Flensburg als Gastgeber wieder an der Reihe.

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