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Flensburger Tageblatt

18. Oktober 2017 | 06:34 Uhr

Freienwill : Freude über neue Feuerwehrleute

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Feuerwehren des Amtes Hürup blicken vorsichtig zuversichtlich in die Zukunft.

Freienwill | Die schwelenden Sorgen der Feuerwehren des Amtes Hürup um fehlenden Nachwuchs sind abgekühlt. Sie blicken vorsichtig zuversichtlich in die Zukunft. Der Grund sind unerwartet viele Neuzugänge. Gerade schlossen 24 Feuerwehranwärter die Ausbildung zum Truppmann ab. „Sie erfolgt nach einer bundesweiten Dienstvorschrift, um einen einheitlichen Standard zu gewährleisten“, erklärt Gerhard Nörenberg vom Kreisfeuerwehrverband Schleswig-Flensburg. „Auf diese Weise sind Truppmänner auch in anderen Wehren nach kurzer Einweisung sofort einsetzbar.“ Dies sei wichtig, damit Kameraden der Feuerwehr nicht verloren gehen. Denn gerade junge Leute wechseln häufig aus beruflichen oder privaten Gründen ihren Wohnort.

In Freienwill präsentierten die drei Frauen und 21 Männer nach der theoretischen Prüfung der Fachjury ihre praktischen Fähigkeiten. Für eine Gruppe lautete die Aufgabe: „Löschangriff mit dem Löschfahrzeug, Wasserentnahme ohne Bereitstellung vom Fahrzeugtank, Versorgung vom Hydranten.“ Die zweite Gruppe war für die „Wasserentnahme aus offener Wasserstelle mit Bereitstellung bis zum Verteiler“ zuständig. Beide Übungen wurden mit Erfolg gemeistert.

„Die elf Wehren im Amt begrüßten in den letzten Jahren durchschnittlich zwölf neue Truppmänner pro Jahr. Es schieden nicht ganz so viele Kameraden aus dem aktiven Dienst aus“, rechnet Amtswehrführer Michael Carstensen vor. „Dieser starke Neuzugang hilft ungemein, die aktuelle Einsatzstärke von 370 Feuerwehrleuten zu halten.“ Weiterer Nachwuchs sei aus seiner Sicht dennoch erforderlich, denn der Altersdurchschnitt auf Amtsebene sehr sei hoch. Zu berücksichtigen sei zudem, dass sich die Neulinge nicht gleichmäßig auf die Wehren des Amtes verteilen. „Ich hoffe, dass das entfachte Interesse an der Feuerwehr im Trend bleibt, so dass weitere Aktive unsere Wehren bereichern werden.“

Diese positive Entwicklung verzeichnet auch der Kreisfeuerwehrverband Schleswig-Flensburg. „Im Jahr 2016 absolvierten überdurchschnittlich viele Anwärter einen Lehrgang. Mit mehr als 300 Truppmännern und -frauen erreichten wir dieses Jahr einen Spitzenwert für den Kreis“, sagt Gerhard Nörenberg. Ein Grund dafür sei nicht erkennbar. „Wir freuen uns über dieses ehrenamtliche Engagement. Damit wir zukünftig einsatzfähig bleiben können, hoffen wir auf weiteren Zulauf in den nächsten Jahren.“

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