Freiland muss besonders bleiben

shz.de von
15. Mai 2013, 03:59 Uhr

Man hatte es kommen sehen. So schön die Idee eines genossenschaftlichen Wohnprojekts mit viel Gemeinschaft, Generationenmix und Grünflächen auch ist - sie scheiterte, zumindest in ihrer ursprünglichen Form, an der finanziellen Realität. Nun also ein neuer Anlauf: Professionelle Begleitung des Projekts, deutlich mehr Wohneinheiten, um die Erschließungskosten auf mehr Schultern zu verteilen, vor allem aber die Möglichkeit, diese Kosten durch Städtebauförderungsmittel vorzufinanzieren.

Teuer ist vor allem die Zufahrtstraße über den Hang zum Munketoft. Die Alternative würde durch das künftige neue Wohnviertel im Bahnhofsumfeld führen, doch das liegt noch in weiter Ferne. So lange wird die Projektgruppe Freiland aus bislang 15 Mitgliedern nicht warten wollen. Schließlich ist das Projekt schon fünf Jahre alt, und noch ist nichts zu sehen auf dem früheren Bauhof.

Wichtig ist jetzt, dass möglichst viel von dem Ideengut aus dem alten in das neue Freiland hinüber gerettet wird, damit dies nicht ein x-beliebiges Wohngebiet, sondern wirklich etwas Besonderes wird. Denn teuer bleibt es nach wie vor: Wer die mit 117 Quadratmeter größte Wohneinheit kaufen möchte, muss 245 000 Euro auf den Tisch legen.

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