zur Navigation springen
Flensburger Tageblatt

18. Dezember 2017 | 12:13 Uhr

Freie Sicht für die FH-Spitze

vom

shz.de von
erstellt am 04.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Auch wenn der Kommunalwahlkampf begonnen hat: Dass der Hochschulcampus auf dem Sandberg wächst und wächst, wird über alle Fraktionen hinweg als Segen für Flensburg begriffen. Die Kehrseite der Medaille: Der Campus mit seinen mehr als 8000 Studierenden platzt zwar längst nicht aus allen Nähten wie manche Großstadt-Massen-Universität. Die eine oder andere Naht indes beginnt sich schon bedrohlich zu öffnen. Die Studierenden mancher Fachrichtung an Fachhochschule und Universität wissen ein Lied davon zu singen.

Vor allem die Fachhochschule hat zwar ein schickes, hochmodernes maritimes Zentrum gegenüber der Campushalle, einen großen Erweiterungsbau wie die Uni für ihre Lehrerbildung indes hat sie nicht. Während die Uni ihren Gebäudepark im vergangenen Jahr nur noch um ein - allerdings beeindruckendes - Carport erweitern musste, prüft Fachhochschul-Präsident Herbert Zickfeld mit seinen Stäben seit dem vergangenen Jahr das Outsourcen einzelner bedeutender, aber lehrferner Einrichtungen.

Zunächst hatte der FH-Präsident das Telekom-Gebäude an der Eckernförder Landstraße im Visier, wo Motorola gerade das letzte Schild seines einst stolzen Center of Excellence abgeschraubt hat und nur noch einige wenige Restbüros exzellent besetzt hält. Am Ende war das Gewerbegebiet Süd zwischen Tüv Nord und Betonwerken für die Hochschule aber doch etwas zu peripher. Denn selbst vom Sandberg, rund anderthalb Kilometer Luftlinie von City und Hafen entfernt, fühlen sich die Flensburger Hochschulen zuweilen nicht stark genug in der Stadt vererdet.

Das könnte sich mit dem jüngsten Standort-Coup von FH-Präsident Zickfeld nun deutlich ändern. Wie Zickfeld in der jüngsten Senatssitzung berichtete, hat Deutschlands nördlichste Fachhochschule auf 1500 Quadratmetern freien Blick auf den Innenhafen angemietet - und zwar im Versatel-Neubau an der Nordstraße. Schon ab Frühsommer läuft der Mietvertrag, zum neuen Semester sollen die Räumlichkeiten bezogen sein.

Umziehen sollen vor allem Einrichtungen, die nicht ganz so viel Kontakt mit den Studierenden haben, allen voran der Präsident selbst und seine Controller, aber auch das Jackstädt-Zentrum, das Wind-Energy-Technology-Institute sowie weitere Projekte, die nicht direkt mit dem Lehrbetrieb in Verbindung stehen.

Die Begeisterung beim Verbreiten der guten Nachricht im Senat war dem Präsidenten sichtlich anzumerken, berichten Sitzungsteilnehmer - besonders als Zickfeld vom tollen Blick über die tolle Kieler Förde schwärmte. So viel Weitblick kann in Flensburg eigentlich nie schaden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen