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Flensburger Verkehr : Freie Fahrt auf der Tangente – Nadelöhr am Zob

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Baustellenlandschaft in Flensburg wird Stück für Stück übersichtlicher – doch Sperrungen gibt es immer noch genug.

Flensburg | Aufatmen auf der Osttangente in Flensburg. Nach dreiwöchiger Geduldsprobe haben Autofahrer seit gestern Morgen wieder freie Fahrt – durchgängig in beide Richtungen. Gen Osten wurde die Fahrbahn komplett saniert, ebenso die Knotenpunkte zum Fördepark und Eckernförder Landstraße, deren Kraterlandschaft monatelang unzählige Stoßdämpfer malträtiert hatte. So sollte die Innenstadt ab sofort wieder entlastet werden.

Das ist die gute Nachricht. Die schlechte: Es wird weiterhin Behinderungen durch Asphaltierungsarbeiten geben. Und die Baustelle am Zob, wo im Kreuzungsbereich Norderhofenden / Süderhofenden nur drei der vier Spuren zur Verfügung stehen, bleibt den Flensburgern noch eine Woche lang erhalten. Hier tauschen die Stadtwerke Fernwärmeventile im Stahltankschacht gegen solche mit einem größeren Durchmesser aus.

„Wir können den Ärger der Kraftfahrer teilweise verstehen“, sagt Helge Nissen, Sprecher der Verkehrsbehörde im Technischen Betriebszentrum (TBZ). Die Reaktionen würden schwanken zwischen Wut und Verständnis. Nissen plädiert für das letztere: „Wer ein wenig reflektiert, weiß, dass geballte Maßnahmen nötig sind und der Sanierungsbedarf zwangsläufig mit Einschränkungen des Verkehrs verbunden ist.“

Erhebliche Einschränkungen wird es ab Montag in der Nikolaiallee geben. Schüler des Berufschulzentrums sollten sich an diesem Tag besser keine Verspätungen leisten, denn ab 8.30 Uhr wird von Exe bis Wilhelminental der Fahrbahnbelag erneuert. Sperrungen drohen auch an anderer Stelle, denn zeitgleich wird im Birkenweg sowie in der Merkurstraße gefräst (und Mittwoch asphaltiert). Tags darauf geht es munter weiter: Asphaltieren im Taruper Weg und in der Mozartstraße, Fräsen im Twedter Feld, das dann am Donnerstag den letzten Schliff erhält. Der Mühlendamm, die Diblerstraße und der Lundweg sind hingegen schon fertig bearbeitet.

Was nicht für das Teilstück Angelburger Straße am Südermarkt gelten kann. „Hier sollten die Arbeiten vielleicht schon Dienstag abgeschlossen werden“, macht Nissen Mut, erinnert aber an die Witterungslage, die Verzögerungen mit sich bringen könne. Vorsorglich weist die Afag darauf hin, dass ab Montag die Haltestellen der Linien 10 und 11 sowie der Aktiv-Bus-Linie 2 am Südermarkt vorerst bis Dienstag nicht angefahren werden können. Ebenso betroffen sind die Haltestellen Stuhrsallee und Rathaus, aus Richtung Sportland/Weiche (Linien 10 und 11) sowie vom Lachsbach (Linie 2) kommend. In entgegengesetzter Richtung ist nur die Haltestelle Stuhrsallee betroffen. Alle Haltestellen, die von dieser Baumaßnahme betroffen sind, werden rechtzeitig gekennzeichnet. Die Busse werden über Schützenkuhle und Neumarkt umgeleitet. Dort sind Ersatzhaltestellen ausgeschildert.

Und dann gibt es ja noch die Dauerpatienten: In der Goerdelerstraße sind die Fernwärmearbeiten abgeschlossen, Mitte November könnte die Verbindung zwischen Wester- und Marienallee endgültig wieder freigegeben werden. Das gilt auch für die Taruper Hauptstraße, für die noch „Restarbeiten“ angekündigt sind.

„Die Behinderungen werden sich in Grenzen halten“, verspricht Helge Nissen. Er ist sich sicher: „Mit dem Gröbsten sind wir durch.“ Und niemand solle nervös werden, wenn er auf einer Baustelle Untätigkeit beobachtet. „Meistens gibt es gute Gründe dafür.“ Er versichert, dass alle Beteiligten sich größte Mühe geben würden, die Belastung gering zu halten. „Die Planung ist gut – oft aber holt uns die Realität ein.“


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