Flensburger Erotik-Start-Up : Fräulein Spitz: Mit Dessous in die Selbständigkeit

Geschäftsfrauen: Jennifer Eilers (vorn) und Stefanie Höller sind „Fräulein Spitz“.
Geschäftsfrauen: Jennifer Eilers (vorn) und Stefanie Höller sind „Fräulein Spitz“.

Die Studentinnen Jennifer Eilers und Stefanie Höller gründen einen exklusiven Erotik-Online-Shop.

shz.de von
10. Dezember 2014, 14:00 Uhr

Beate Uhse bekommt Nachwuchs. Sozusagen. Denn das Start-Up „Fräulein Spitz“ vom Flensburger Campus will sich auf den Weg machen, für die schönste Nebensache der Welt zu begeistern. Jennifer Eilers und Stefanie Höller, Studentinnen der Europa-Universität Flensburg, gründeten den Online-Shop www.fraeulein-spitz.de. Mit dem Ziel, sich als Luxuslabel zu positionieren, soll sich Fräulein Spitz deutlich von anderen Erotik-Online-Shops unterscheiden und die Adresse für exklusives und stilvolles Erotikzubehör im deutschsprachigen Internet werden. Außerdem wollen die Gründerinnen, heißt es in ihrer Pressemitteilung, interessierten Frauen und aufgeschlossenen Paaren eine verführerische Produktauswahl für mehr Weiblichkeit, Sinnlichkeit und Leidenschaft zusammenstellen. Das Angebot umfasse Love Toys, Accessoires und Dessous. Unter dem Motto „Liebe ist einzig, nicht artig“ werben die Gründerinnen für mehr Kreativität und Sinnlichkeit in Beziehungen.

Entwickelt haben sie die Idee während eines Seminars im Studiengang Mode & Textil der Universität Flensburg. Die beiden Gründerinnen, damals gleichzeitig schwanger, beschäftigten sich mit dem Thema Reizwäsche für Schwangere. „Leider war das Ergebnis sehr ernüchternd“, erinnert sich Stefanie Höller. Jennifer Eilers fügt hinzu: „Insbesondere weil das Thema Erotik heutzutage immer mehr Platz in Lifestyle-Rubriken findet und nicht mehr flüsterleise hinter verschlossenen Türen besprochen wird. Steffi und ich haben uns dann mit dem Erotik-Markt auseinander gesetzt, Unternehmen analysiert und potentielle Nischen herausgearbeitet.“

Höller und Eilers folgen dem Trend der Enttabuisierung des Themas Erotik. Themen über Sex seien selbstverständlicher Bestandteil des Small Talks. Kompetenz auf dem erotischen Gebiet zu zeigen, gehöre zum Persönlichkeitsprofil dazu. Inszenierung und Individualisierung würden zu wichtigen Komponenten des Liebeslebens, und auch die „ältere“ Generation setze zunehmend neue Akzente im Schlafzimmer.

Beim Aufbau des Start-Ups werden die Gründerinnen vom Jackstädt-Entrepreneurship-Center (JEC) auf dem Campus der Flensburger Hochschulen unterstützt. Derzeit suchen sie gezielt nach Investoren, denn am Ende des Geldes seien viele Ideen übrig. Gezielte Marketing-Maßnahmen zur Steigerung der Bekanntheit sollen angestoßen und der Wunsch nach einer eigenen Mode-Kollektion ins Auge gefasst werden. Und: Für die Jungunternehmer steht jetzt das Weihnachtsgeschäft vor der Tür – das Fest der Liebe.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen