Forscher aus Sri Lanka am Ziel

 Flüchtlinge wider Willen: Thilina Rathnayake, Pruthuvi Maheshakaya Wijewardena und Thimal Kempitiya (v.l.) sind inzwischen in Schweden.
Flüchtlinge wider Willen: Thilina Rathnayake, Pruthuvi Maheshakaya Wijewardena und Thimal Kempitiya (v.l.) sind inzwischen in Schweden.

shz.de von
06. November 2015, 18:10 Uhr

Am Mittwoch Abend erreichten die drei Männer aus Sri Lanka, die fälschlicherweise am Flensburger Bahnhof auf dem Weg nach Schweden aufgehalten worden waren, ihr Ziel Halmstad. Thilina Rathnayake, Pruthuvi Maheshakaya Wijewardena und Thimal Kempitiya wurde der Anschlusszug verwehrt, weil die Mitarbeiter der dänischen Staatsbahn sie zum Flüchtlingskontingent gerechnet hatten – und das war ausgeschöpft (wir berichteten).

Tatsächlich aber nehmen die drei an einer internationalen Konferenz über künstliche Intelligenz teil. Noch als Studenten hatten sie sich mit einer ihrer Studienarbeiten beworben, die sie hätten kurz vorstellen sollen. Wegen der Verzögerung haben sie das zwar verpasst, können aber heute ihre Arbeit präsentieren, sagt Thilina Rathnayake, der seinen Master an der University of Moratuwa südlich von Colombo macht. Die anderen beiden arbeiten als Software-Entwickler. Die drei wussten, dass Deutschland Flüchtlinge aufnimmt, jedoch nicht, dass diese dieselbe Route wie sie selbst nach Schweden nehmen würden. Die Situation in Flensburg habe sie zunächst schockiert. Doch die Helfer am Bahnhof „halfen uns sehr, eine Unterkunft für die Nacht zu finden und das Ticket umzuschreiben.“

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