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Tourismus : Fördesteig folgt dem Gendarmstien

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Hans Knöll-Fuglsang erschließt 70 Kilometer Küstenwanderweg / Der Glücksburger montiert an 300 Stellen blau-weiße Hinweisschilder

Zwei Jahre der Überlegung, Planung und Vorbereitung sind um. Nun ist der Fördesteig durchgehend ausgeschildert. 70 Kilometer Küstenwanderweg hat Hans Knöll-Fuglsang von der dänischen Grenze bis zur Geltinger Birk verbunden und den passenden handlichen Wanderführer dazu geschrieben. Rechtzeitig zur Saison können Wanderfreunde ihre Stiefel schnüren und den nördlichsten Teil deutscher Ostseeküste erkunden.

Los geht es an der Schusterkate hinter dem Flüsschen Krusau. Als Fortführung des Gendarmstien, dem Wanderweg auf den Spuren der früheren Grenzer auf der Nordseite der Förde, sind die ersten Hinweise auf den Fördesteig bereits auf dänischer Seite montiert. Schnell erreicht der Wanderer die Brücke über die Krusau und betritt Deutschland. Mit zahlreichen Aussichten auf die Flensburger Förde passiert er Wassersleben und gelangt nach fünfeinhalb Kilometern an Flensburgs Hafenspitze.

Mit einem Fischbrötchen in der Hand umrundet der Fördesteig-Läufer den Hafen mit Werft, Museumshafen, Segelhafen, Fischgroßhändler und gelangt durch den höher gelegenen Volkspark – die Füße bleiben bei Hochwasser garantiert trocken – zu den Wasserhäusern in Sonwik. Küstenabseits muss er die Marineschule umrunden, bevor er Fahrensodde in Mürwik, den größten Stadtteil von Flensburg, erreicht. Auch dieser Abschnitt der insgesamt zwölf Teilstrecken ist 5, 5 km lang. Die Distanzen liegen zwischen fünf und acht Kilometern, mit Ausnahme der 3,6 km von Dollerupholz bis nach Kalleby.

Bevor der Wanderer dort ins Landesinnere geführt wird, hat er die Innenförde via Glücksburg umrundet, vielleicht das Schloss dort oder das Planetarium besucht. Die zu Glücksburg gehörende Halbinsel Holnis hat Naturschutzflächen wie Salzwiesen, Baumbestand, Knicks, Ackerland und Strand zu bieten. Kliffs geben den Blick auf die Ostsee-Förde frei. Steinige Küstenabschnitte fordern das Klettergeschick heraus.

Über Stock und Stein geht es von Bockholm nach Langballigau, dessen Naturschutzgebiet Knöll-Fuglsang zu einem der schönsten Autäler an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste zählt. Das Landschaftsmuseum Unewatt ist nicht mehr weit (4 Kilometer). In Westerholz kommen Ostbaumfreunde auf ihre Kosten. Pflücken erlaubt. Bis zum Endpunkt in Falshöft an der Geltinger Birk verband Knöll-Fuglsang ausschließlich bestehende Wege und Rundwanderwege miteinander.

Ganz ohne Straßennutzung kommt der Fördesteig allerdings nicht aus. Doch Naturschutz- oder naturnahe Gebiete sind zahlreich. Der Wanderführer erklärt auf zwei Seiten jeden Streckenabschnitt, führt in die Entstehung von Ostsee und Förde ein und bietet via QR-Code den schnellen Weg zur Internetseite www.fördesteig.de. Zusätzliche Infos weisen auf die Tourist-Informationen der beteiligten Kommunen hin (s. Infokasten).

1000 Wanderführer und die Schilder für 300 Standorte kosteten 27  000 Euro, gezahlt von Bingo-Lotterie, Nationalem Naturerbe (Naturschutzbund, Stiftung Natur im Norden, Nospa-Stiftung, Kreis Schleswig-Flensburg, Verein Schönes Glücksburg und zwei Nabu-Ortsgruppen Flensburg und Ostangeln.

 

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erstellt am 20.Mär.2015 | 14:39 Uhr

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