Bildung in Flensburg : Fördegym: Trotz Brexit mit Erasmus nach London

Europäischer Austausch:  (Reihe vorn von links nach rechts) Leon Babon (Fördegymnasium), India Price (London), Cato Sloot (Niederlande); (mittlere Reihe von links) Alfred Stigbrand (Schweden), Arnbjörn Mechau (Fördegymnasium), Gina Kriesmann (Berlin); (hintere Reihe von links) Francesco Scaripino Pattarello (Italien), Jan Vergés (Barcelona), Matthias Grigo (Fördegymnasium).
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Europäischer Austausch: (Reihe vorn von links nach rechts) Leon Babon (Fördegymnasium), India Price (London), Cato Sloot (Niederlande); (mittlere Reihe von links) Alfred Stigbrand (Schweden), Arnbjörn Mechau (Fördegymnasium), Gina Kriesmann (Berlin); (hintere Reihe von links) Francesco Scaripino Pattarello (Italien), Jan Vergés (Barcelona), Matthias Grigo (Fördegymnasium).

Die Schule ist seit 20 Jahren bei dem Förderprogramm dabei / Besucher aus sechs Ländern waren hier

shz.de von
21. März 2017, 13:54 Uhr

Für jeweils vier bis sechs Schüler von sieben europäischen Schulen stand die vorige Woche nicht der normale Stundenplan auf dem Programm. Sie beschäftigten sich stattdessen mit der dänischen Minderheit in Flensburg und mit lokaler und regionaler Politik. Erasmus+ heißt das Programm, an dem sie teilnehmen. Es wurde von der Europäischen Union ins Leben gerufen, um das Miteinander von Jugendlichen in Europa zu fördern.

Das aktuelle Programm beschäftigt sich mit Demokratiebildung und läuft insgesamt über drei Jahre. Das Fördegymnasium in Flensburg ist mit Unterbrechungen seit rund 20 Jahren dabei. Die Koordination liegt zum wiederholten Mal bei Englisch-Lehrer Matthias Grigo, der Kollegen und Schüler aus Berlin, London, Holland, Spanien, Italien und Schweden begrüßte.

Dabei wurde ausschließlich Englisch gesprochen. Die Schüler sollten sich zu Gruppen zusammen finden, um einzelne Themen zu bearbeiten: Ein Gespräch mit Martin Lorenzen vom SSW stand an und ein Zusammentreffen mit dem Kieler Landtagsabgeordneten Jürgen Weber. Auch Umfragen unter Passanten sollten gemacht werden. Jede Gruppe sollte einen gefilmten Beitrag abgegeben, der online gestellt wird.

„Das jeweilige Thema ist gar nicht so wichtig“, sagte Matthias Grigo. Wichtiger sei der Umgang mit anderen Nationen und das gemeinschaftliche Lernen. Nicht mehr viele Schulen – so sein Eindruck – bewerben sich für Erasmus+. Das Interesse an der EU lasse spürbar nach. Außerdem scheuten manche Schulen den bürokratischen Mehraufwand. 27  000 Euro hat das Fördegymnasium für das dreijährige Programm bewilligt bekommen. Damit können Busse angemietet und Flüge zu den anderen Schulen gebucht werden. Im November 2017 geht es nach London – Thema: der Brexit.

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