Busfahren in Flensburg : Förde-Bus unter neuem Dach

Fahren jetzt auch den Förde-Bus: Ralf Hansen-Borg (l.) und Sven Gorzelniaski auf dessen Betriebshof am Friedenshügel.
Fahren jetzt auch den Förde-Bus: Ralf Hansen-Borg (l.) und Sven Gorzelniaski auf dessen Betriebshof am Friedenshügel.

Linie 21 nach Glücksburg fährt jetzt in der Verantwortung von Hansen-Borg und Gorzelniaski. Aktiv-Bus begrüßt die Arrondierung

shz.de von
05. Dezember 2014, 17:15 Uhr

Es bleibt Bewegung im Flensburger ÖPNV. Nach der Übernahme der Afag-Konzessionen durch Aktiv-Bus kommt es zu einer weiteren Arrondierung im Bus-Geschäft: Mit Wirkung vom 1. September haben die Unternehmen Hansen-Borg (Handewitt) und Gorzelniaski (Am Friedenshügel) die Förde-Bus GmbH übernommen, die bislang eine Tochter der Fördereederei-Seetouristik war.

Erste kleine Verbesserungen für die Fahrgäste sind bereits in Kraft getreten. Die von Förde-Bus betriebene Linie 21 (Flensburg-Glücksburg-Holnis) ist ab sofort auf Flensburger Stadtgebiet eine zusätzliche Linie Zob - Twedter Plack. Im Klartext: An den Haltestellen Seewarte und Ballastbrücke können Flensburger Buskunden jetzt auch einsteigen; bisher war hier nur Ausstieg möglich. Die 21 ist zwischen Plack und Zob zudem fast doppelt so schnell wie die beiden Aktiv-Bus-Linien 3 und 7 – fährt allerdings nur einmal pro Stunde.

Der Stundentakt auf der Route nach Glücksburg wird auch vorerst bleiben. Eine Verbesserung auf zwei Fahrten rpo Stunden sei mit erheblichen Kosten verbunden, gab Gorzelniaski zu bedenken. Man werde aber über eine bessere Taktung nachdenken, versprach er. Förde-Bus fährt daneben mit ihren fünf eigenen Bussen und 20 Mitarbeitern auch als Subunternehmer auf den Linien Afag und kommt laut Aktiv-Bus-Chef Paul Hemkentokrax auf 15 Prozent des städtischen Busverkehrs.

Der Betriebshof von Förde-Bus bleiben vorerst in Wees, sagte Gorzelniaski. Man überlege jedoch, ihn in ein oder zwei Jahren auf das Grundstück am Friedenshügel zu verlagern. Hier betreibt sein Unternehmen auch eine Evobus-Werkstatt für Mercedes und Setra.

Die Busse der Linie 21 können heute schon über das vor knapp zwei Jahren eingeführte Bus-Radar im Internet verfolgt werden – sowohl auf dem heimischen PC als auch mobil auf dem Smartphone. Gorzelniaski und Hansen-Borg wollen sich mit ihren zusammen 43 Bussen bald einreihen. Das Busradar sei vor allem für die jüngeren Fahrgäste „eine tolle Sache“, so Gorzelniaski.

„Wir wollen uns den Veränderungen stellen“, betonte Sven Gorzelniaski in einem gemeinsamen Pressegespräch mit Ralf Hansen-Borg sowie Paul Hemkentokrax und Bela Begemann vom öffentlichen Busunternehmen Aktiv-Bus. Damit spielte Gorzelniaski auf veränderte Rahmenbedingungen im regionalen Nahverkehr an, die seit dem Inkrafttreten der EU-Verordnung 1370/2007 sukzessive wirksam werden. Im ÖPNV herrsche seitdem „große Unruhe“, räumte Gorzelniaski ein, vor allem bei den privaten Unternehmen, zu denen eben diese beiden gehören. Er verwies auf die lange Tradition der beiden Familienunternehmen und die Bedeutung der Mitarbeiter. „Die Arbeitsplätze sind das Wichtigste.“

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