Flüchtlingsdorf : Flüchtlingsrat: Erstaufnahme besser kleiner als 600 Plätze

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Bevor Innenminister Stefan Studt heute Abend in der Bürgerhalle die Pläne für ein 600 Plätze großes Flüchtlingsdorf südlich des Uni-Erweiterungsbaus erklären will, verlangt der Landes-Flüchtlingsrat kleinere EAEs.

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15. Juli 2015, 16:28 Uhr

Flensburg | Bevor Innenminister Stefan Studt heute Abend in der Bürgerhalle die Pläne für ein 600 Plätze großes Flüchtlingsdorf südlich des Uni-Erweiterungsbaus erklären will, hat der Landes-Flüchtlingsrat kleinere Erstaufnahme-Einrichtungen (EAE) verlangt. Eine Erstaufnahme müsse nicht 600 Plätze haben, sagte Martin Link vom Flüchtlingsrat unserer Zeitung: „Kleinere und dafür zahlenmäßig mehr EAE-Einheiten müssen geschaffen werden, um die Aufnahmebedarfe zu befrieden und die Bereitschaft der Bevölkerung zu fördern, sich auf die neue Nachbarschaften einzulassen.“ Aus Sicht des Flüchtlingsrates gelte: Je weniger zentral angelegte Administrierung der Flüchtlingsaufnahme stattfindet, desto besser für die gesamtgesellschaftliche Stimmungslage und für das Gefühl der Flüchtlinge, dass sie kaum im rettenden Exil angekommen, sich nicht gleich wieder in Sondereinrichtungen abgeschoben fühlen.

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