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Flensburger Tageblatt

14. Dezember 2017 | 18:43 Uhr

Gelting : Flower Power und Regenschauer

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Dauerregen drückte bei den 40. Geltinger Tagen auf die Stimmung.

Gelting | Die Jugendlichen der Feuerwehr Ostangeln, die Oldiefreunde aus Koppelheck, die Hippies aus der „Hochburg“ und die Shanty-Sänger: Sie alle hielten tapfer durch beim Festumzug anlässlich der 40. Geltinger Tage. Es regnete am Wochenende in Strömen, als sich die lange „Flower-Power-Kolonne“ von der Birkhalle auf den Weg durch den Kneippkurort machte. An den Straßenrändern hatten sich Einheimische und Touristen in Scharen versammelt, um die Umzügler in ihren blumengeschmückten Festwagen zu bestaunen und Applaus zu spenden. Bonbons flogen durch die Luft und landeten entweder auf dem nassen Asphalt oder in Pfützen.

Für das Geltinger Blasorchester und seine Instrumente war es zuviel des Nassen: Die Truppe um Leiter Arno Panske brachte sich und seine Instrumente bereits nach wenigen hundert Meter in Sicherheit und flüchtete vor dem Regen in Richtung Bürgerpark.

Die anderen 14 Gruppen hielten durch, kehrten allerdings schon beim ehemaligen Amtsgebäude im Süderholm um und trafen dann ebenfalls im Bürgerpark ein, wo Bürgermeister Uwe Linde ihnen für ihre Durchhaltekraft dankte und die Teams mit kleinen Gaben erfreute.

Gemeindevertreterin Gisela Lorenzen, die jahrelang dem für die Planung zuständigen Bürgerparkausschuss vorstand, brachte ihre Enttäuschung über den Verlauf zum Ausdruck: „Es ist bitter für die Umzügler, die viel Zeit in die Ausstattung ihrer Wagen aufgewendet hatten.“ Und sie fügte hinzu: „Auch ich bin als Mitfahrerin auf einem Trike pitschnass geworden.“

Am gestrigen Sonntag litt das Festprogramm weiter unter Platzregen und Gewittern. Da waren, wie Organisator Knuth Lassen-Petersen erklärte, nur jene Programmpunkte sicher, deren Veranstalter ihre Gäste unter einem schützenden Dach versammeln konnten – so wie die Kaninchenzüchter, die ihre Jungtiere in der alten Turnhalle präsentierten, und die örtlichen Chronisten, die einen alten Geltinger Dokumentarfilm des früheren Pastors Uli Bienengräber im Archivraum vorführten.

Bürgermeister Uwe Linde hatte vor Beginn des Umzugs – als es noch nicht regnete – alle teilnehmenden Gruppen begrüßt und auf einer Liste vermerkt. Zu denjenigen, die alle Blicke auf sich zogen, gehörte die Gruppe „Dirty Pack“, die sich Hot-Rod-Wagen in Flensburg gemietet hatte – spezielle kleine Renner, deren Ursprünge bis in die 1920er-Jahre in den USA zurückreichen.

Fazit der Geltinger Tage: Sie waren nass, sind aber nicht ins Wasser gefallen – trotz Regenschauer bei Flower Power und einer teilweise gedrückten Stimmung.


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