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Flensburgs Polizei macht gegen Fahrradrowdys mobil

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Bundesweite Aktion des Verkehrsministeriums soll für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen

shz.de von
erstellt am 20.Aug.2013 | 16:35 Uhr

Wie gut halten sich Flensburgs Radfahrer an die Verkehrsregeln? Seit gestern macht die Flensburger Polizei die Probe aufs Exempel – und weist gezielt Fahrradfahrer auf ihr Fehlverhalten hin. Die Kontrollen sind Teil einer zweitägigen bundesweiten Sicherheitsaktion, die von Verkehrsminister Peter Ramsauer initiiert wurde. Ziel: die Gefahr, die von Fahrradfahrern ausgeht, soll gesenkt werden.

Die Kontrollen finden in allen Stadtteilen statt. Auch die Polizeistelle Mürwik hat Radfahrer vermehrt auf Regelverstöße hin überprüft. „Wo ein Fahrradweg ausgeschildert ist, muss er auch genutzt werden“, sagt Polizeihauptkommissar Hans Christian Ledderer. Zusammen mit seinem Kollegen Bernhard Stitz kontrolliert er an der Fördestraße, wo sie schon rasch die ersten Radler anhalten müssen. Gerade hier habe es häufig Beschwerden von Anwohnern gegeben, die beim Verlassen der Grundstücke von den herab rasenden Radfahrern überrascht werden. „Die meisten Fahrer, die wir anhalten, sind einsichtig, nur ganz selten müssen wir diskutieren“, sagt Stitz: „Sie sehen ja selbst, wie schmal hier der Gehweg ist und wie schnell sie von Autos, die aus den Auffahrten kommen, übersehen werden können.“ Außerdem befinde sich auf der anderen Straßenseite ein Fahrradweg, der in beide Richtungen benutzbar ist. In den ersten drei Stunden der Kontrolle kam dieser Tipp für rund 15 Radfahrer an der Fördestraße zu spät – sie benutzten den Gehweg und kassierten zehn Euro Verwarnungsgeld. Auch eine dreiköpfige Urlauberfamilie aus Bayern nutzte die falsche Straßenseite und musste ihre Fahrradtour für ein Gespräch mit der Polizei unterbrechen.

Nicht jeder Radfahrer schien von der Lösung mit dem Seitenwechsel begeistert. Langfristig könnte sich dieses Problem ohnehin erledigen. Die Radverkehrsplaner im Rathaus wollen zwischen Twedter Plack und Osterallee – ähnlich wie auf der Bismarckstraße – einen eigenen Fahrradstreifen auf der Straße einführen.

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