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Traumstraße für Radfahrer : Flensburgs neuer Super-Radweg

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Bessere Beleuchtung, neues Pflaster und neuer Asphalt an der Nordstraße / Fortsetzung ist geplant / Keine Trennung von Radlern und Fußgängern

Es sind zwar nur 640 Meter – vom Hafendamm bis kurz hinter die Bismarckbrücke. Hier hat die Stadt in den letzten Wochen und Monaten sowie auch schon im vergangenen Jahr einen Radweg bauen lassen, der das meiste, was Radfahrer in Flensburg kennen, in den Schatten stellt. Fast vier Meter ist er breit, frisch asphaltiert und damit gut zu befahren, dazu ist er durch eine Abwasserrinne besser vor Hangwasser geschützt, das früher gern über den Radweg und floss und bei Frost für gefährliches Glatteis sorgte.

Fast noch wichtiger ist jedoch die durchgehende Beleuchtung, die auf dem gesamten Radweg vom Hafendamm bis zur Osttangente installiert wurde. Insgesamt schicken hier 23 moderne Straßenlampen im Abstand von 60 Metern ihr LED-Licht auf die Fahrbahn. Nach Einbruch der Dunkelheit war dieser Radweg von vielen Radfahrern Gemeinden worden, weil er sehr dunkel war. Jetzt freuen diese sich hier über ein ganz neues Fahr- und Sicherheitsgefühl – nachdem sie mehrere Monate lang eine Umleitung über die steilste Straße der Stadt, die Friedastraße, ertragen mussten.

„So stell ich mir moderne Radinfrastruktur vor“, sagte Alexandra Schütte vor Ort an der Einmündung Friedastraße. Die Fahrrad-Beauftragte im Rathaus hat sich von Beginn an für den Ausbau an der Nordstraße stark gemacht. Es gehe nicht immer nur darum, sichere und schöne Radwege anzubieten, sondern auch schnelle – gerade in Zeiten zunehmenden Pedelec-Verkehrs. „Mittlerweile fahren die Radfahrer mit ihren E-Bikes auch bergauf schnell“, hat sie festgestellt.

Ziel sei es, in der Innenstadt möglichst nur noch roten Betonklinker für Radwege zu verwenden. Klinker, weil auf diese Weise Reparaturen im Untergrund – Strom, Fernwärme, Abwasser – leichter durchzuführen sind beziehungsweise die Oberfläche anschließend besser wieder herzustellen ist. „Bei Asphalt hat man irgendwann ein einziges Flickwerk.“ Den Wechsel an der Nordstraße von Klinker auf Asphalt (siehe Foto) erklärt sie damit, dass ab Friedastraße kaum mit Reparaturen unter dem Radweg zu rechnen sei und hier außerdem der Charakter eines Außenbereichs gegeben sei.

Trotz der üppigen Breite werde der neue Weg nicht für Fußgänger und Radfahrer getrennt, sondern als gemeinsamer Weg ausgeschildert. Für eine Trennung sei er nicht breit genug, sagte Alexandra Schütte. Das ist er nur auf dem unteren Abschnitt zwischen Hafendamm und Friedastraße. Hier gibt es auch Bodenindikatoren, die Menschen mit Sehbehinderung die Orientierung erleichtert. Außerdem gibt es jetzt auf Höhe des früheren Lokschuppens eine Bordsteinabsenkung, die den Wechsel hinüber ins Lautrupsbachtal und zurück deutlich erleichtert. Die Gesamtkosten für den neuen Radweg samt Beleuchtung betragen nach Auskunft des Technischen Betriebszentrums 310  000 Euro.

Für den Kraftfahrzeugverkehr bleibe nach den Bauarbeiten noch ausreichend Platz, so Schütte. Nach den Asphaltierungsarbeiten in den Herbstferien werde der Mittelstreifen neu gezogen – so dass er dann auch wieder in der Mitte liegt.

 

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erstellt am 26.Okt.2015 | 09:00 Uhr

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