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Erweiterung Kita Kapernaum : Flensburgs größter Kindergarten

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Nach der Einweihung des dritten Gebäudes hat die erweiterte Diako-Kita Kapernaum nun insgesamt 170 Plätze.

shz.de von
erstellt am 10.Nov.2014 | 12:00 Uhr

Jedem auch nur angedeuteten Landgewinn folgten Schweißperlen auf seiner Stirn. Amüsant stellt sich die Geschichte der Erweiterung der Kindertagesstätte Kapernaum der Diako Flensburg dar, so wie sie Karl-Heinz Vorwig erzählt. Als kaufmännischer Vorstand der Diako hat er schließlich auch ein Auge aufs Geld, und wann immer Schwester Hannelore Balg auf ihn zutrat und von zu verkaufendem Haus und Grund in der Nachbarschaft sprach, musste Vorwig fürchten, dass die Ruhe vorbei sein und die nächste Erweiterung der Kita fällig werden sollte. Mit der Erweiterung um das dritte Gebäude, Haus Nerongsallee 3 nebst Anbau, sei die Kita Kapernaum nun die größte Einzeleinrichtung in Flensburg.

Zur Einweihung am Freitag platzte das lichte Haus vor kleinen und großen Gästen dennoch aus allen Nähten. Karl-Heinz Vorwig begrüßte, natürlich auch die Mitarbeiter, 35 an der Zahl: „liebe Mitarbeiterinnen, lieber Mitarbeiter“. Ein Kind, das zusammen mit anderen vorn hockt, souffliert schlagfertig: „Lieber Cornelius!“ Friedel heißt dieser mit Nachnamen und arbeitet musikpädagogisch in der Kita Kapernaum. Musikalische Kostproben aus Kinderkehlen gibt es jede Menge zum feierlichen Anlass.

Vorwig erinnert sich an seinen Rundgang tags zuvor, seine Begegnung mit den Kleinen und fragt diese, was ihn wohl dabei am meisten beeindruckt habe. „Dass wir gesungen haben“, rät ein Kind. „Auch“, erwidert Vorwig. Vor allem aber habe ihm gefallen, „dass ihr gelacht habt.“

Die Kapernaum-Kinder stehen im Zentrum, ganz so, wie es die namensgebende Geschichte vorsieht. Kapernaum, der Ort am See Genezareth, sei für „uns Christen besonders wichtig“, erklärt Pastor Wolfgang Boten, Rektor der Diako, weil Jesus Christus an diesem Ort gelebt und gewirkt habe. Dort habe dieser etwas Wichtiges getan: „Er stellte ein Kind in den Mittelpunkt.“ Das werde in dieser Bildungseinrichtung besonders gelebt, damit hier „selbstbewusste, fröhliche, neugierige Persönlichkeiten“ heranwachsen.

Hannelore Balg, als Oberin der Diako zuständig für die Kita Kapernaum, rekapituliert deren Geschichte: Angefangen als Betriebskita im Jahr 1972 im Untergeschoss des Hauses Pniel bis hin zum jüngsten Zukauf, Umbau, Anbau. „Sehr rasant wuchs der Bedarf.“ Die Zahl der Plätze sei von 75 (im Jahr 2009) auf heute 170 gewachsen. Die Gebäudefläche betrage nun 1400 Quadratmeter auf 3200 Quadratmetern Grundfläche – „zum Spielen“. Zwei Millionen Euro habe die Diako in den letzten fünf Jahren investiert.

„Die Öffnungszeiten sind lang, aber immer noch nicht lang genug“, befindet die Oberin und ergänzt, schweißperlen-verdächtig: „Ich hab’ noch Pläne.“ So will sie eine Nachtbetreuung für Kinder einrichten. Reichlich Dank schüttet sie aus. Insbesondere freut sie sich über die „tolle Verkehrsberuhigung“ und den Übergang vor der Tür. Das findet Anklang.

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