zur Navigation springen

Ausbildungsstart : Flensburgs gefragte Lehrstellen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Viele junge Menschen sind in Flensburg in die Ausbildung gestartet. In verschiedenen Berufen gibt es noch gibt es freie Plätze. Büroberufe sind unter den jungen Leuten sehr gefragt.

shz.de von
erstellt am 04.Aug.2015 | 08:00 Uhr

Flensburg | Vor wenigen Wochen feierten sie noch ihren Abschluss, jetzt stehen sie mit beiden Beinen im Berufsleben: Für hunderte junge Leute hat gestern in Flensburg die Ausbildung begonnen. Bei der Nord-Ostsee-Sparkasse, der Flensburger Brauerei, beim Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag (sh:z), „Doppelherz“-Hersteller Queisser oder im Handwerk gibt es seit dem 1. August neue Gesichter.

Lehrstellen sind in allen Bereichen gefragt. So begrüßt die Brauerei sechs junge Männer und Frauen, die sich in verschiedenen Berufen ausbilden lassen. Zwei von ihnen möchten Maschinen- und Anlagenführer werden, eine Kauffrau für Marketing-Kommunikation. Diese beiden Lehrberufe werden erstmals angeboten. Außerdem werden ein Industriekaufmann, ein Brauer und Mälzer und eine Fachkraft Lagerlogistik ausgebildet. Die Azubis sind motiviert und freuen sich auf die kommenden zwei beziehungsweise drei Jahre. „In dieser Woche haben die Azubis eine Einführung und gehen am Donnerstag zusammen segeln“, erzählt Personalleiterin Kerstin Witt. Am Freitag beginnt dann der „Ernst des Lebens“ in den Abteilungen.

Bei Queisser Pharma werden zwei der sieben neuen Azubis im Logistikbereich zu Fachlageristen ausgebildet. Ein weiterer beginnt seine Ausbildung zum Fach-Informatiker. Je zwei neue Industriekaufleute und Bachelor-Studierende, die auch zu Industriekaufleuten ausgebildet werden, starten ebenfalls ins Berufsleben.

Neun junge Azubis wollen beim sh:z einen Medien- oder Büro-Beruf erlernen. Der Verlag bildet in diesem Jahr vier Medienkaufleute Digital und Print aus, vier weitere nehmen das Duale Studium zum Bachelor of Arts in Angriff. Eine neue Kollegin erlernt den erstmals angebotenen Beruf der Kauffrau für Büromanagement.

Zu den größten Ausbildungsbetrieben im nördlichen Schleswig-Holstein gehört die Nospa. Die 30 neuen Bankkaufleute lernen in der ersten Woche ihre Kollegen und das Unternehmen kennen. Betreut werden sie während der Ausbildung von erfahrenen Führungskräften der Sparkasse. Wegen des drohenden Fachkräftemangels bildet die Nospa ihren Nachwuchs selbst aus.

Dass Lehrstellen trotz des umfangreichen Studienangebots an den Hochschulen gefragt sind, belegen etwa die Zahlen der Industrie- und Handelskammer (IHK). Im Vergleich zum Vorjahr gibt es einen leichten positiven Trend, denn bis zum 31. Juli wurden 388 Ausbildungsverträge unterschrieben (2014 waren es 360). IHK-Sprecherin Petra Vogt weist darauf hin, dass es noch freie Plätze gibt, zum Beispiel in der Gastronomie oder im Einzelhandel. „Büroberufe sind dagegen gefragt“, erklärt sie. Andreas Haumann, Sprecher der Handwerkskammer, meldet 1715 Azubis und damit einen Zuwachs von 0,8 Prozent. „Das Handwerk sucht Lehrlinge“, sagt er. Viele junge Leute hätten aber einen Hang zum Abitur, das ihnen den Weg für andere Ausbildungsarten öffnet. Das führt langfristig zu einem Mangel an Auszubildenden und einem Überschuss an Akademikern. Vogt zufolge gebe es immer noch das Vorurteil, dass eine Ausbildung nicht wie ein Studium ist. Doch das sei nicht richtig. „Mit einer Ausbildung haben die jungen Menschen sehr gute Chancen“, versichert sie.

 

 

 

 

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen