Flensburgs erste Mittelschule feiert

Freuen sichauf viele Gäste: Lehrerin Melanie Lübchow, Luisa Gosch, Bente Dau, Tatjana Jacobs und Aisha Sane  (Schülervertretung) sowie Schulleiter Thorge Arp (v. li.).
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Freuen sichauf viele Gäste: Lehrerin Melanie Lübchow, Luisa Gosch, Bente Dau, Tatjana Jacobs und Aisha Sane (Schülervertretung) sowie Schulleiter Thorge Arp (v. li.).

100 Jahre Gemeinschaftsschule West: Tag der offenen Tür und Ehemaligentreffen in der Schule am Sonnabend, 5. April

shz.de von
01. April 2014, 14:00 Uhr

Man schrieb den 17. April 1914, als 33 junge Schülerinnen aufgeregt ihrem ersten Tag an der neuen Mädchen-Mittelschule entgegenfieberten. 28 Jungen wurden getrennt davon eingeschult. Ein Jahr später erst entstand zusätzlich eine gemischte Klasse. Im Verlauf eines Jahrhunderts vollzog die Einrichtung ihre Metamorphose über die Realschule Flensburg-West (1965) bis hin zur heutigen Gemeinschaftsschule (seit 2008).

Das Ereignis soll mit einem Tag der offenen Tür am Sonnabend und schließlich einem Festakt im Deutschen Haus am 12. Juni gebührend gefeiert werden. Und man darf annehmen, dass die Rahmenbedingungen wesentlich angenehmer ausfallen werden als beim ersten Jubiläum vor 75 Jahren. Damals musste der Unterricht wegen drohender Luftangriffe ausfallen, die Kellerräume am Südergraben wurden zu Luftschutzräumen umgebaut.

Die derzeit von 420 Schülern von der 5. bis zur 10. Klasse besuchte Schule an der Friesischen Lücke sieht sich für die Zukunft gut aufgestellt, um die künftigen Anforderungen des Bildungsministeriums zu erfüllen. Für Leiter Thorge Arp hat inklusives Beschulen eine große Priorität. Pro Jahrgang gibt es ein bis zwei Förderklassen, die von Fachlehrern und Förderschullehrern unterrichtet werden. „Wir haben 65 Stunden wöchentlich eingeplant, um eine umfassende Betreuung von stärkeren und schwächeren Schülern, oftmals in Kleingruppen, zugleich zu gewährleisten.“ Lesepaten, Sonderpädagogen und studentische Hilfskräfte sind in die Arbeit eingebunden. Dem aus 36 Lehrern bestehenden Kollegium steht die gleiche Anzahl von Helfern zur Seite.

Arp verweist auf verschiedene Arbeitsschwerpunkte, die als Anreiz für interessierte Jugendliche dienen könnten. „Wir legen großen Wert auf eine intensive Betreuung im Hinblick auf den Berufsalltag“, sagt er. Vier Mitarbeiter kümmern sich um intensive berufsvorbereitende Maßnahmen.

Ab der 5. Klasse können Schüler Profile wie Ästhetik (Kunst, Musik, Technik), Deutsch (mit Schwerpunkt Theater) oder Englisch wählen. Dafür werden zusätzliche Stunden mit Doppelbesetzung bereitgestellt. Im Mathematik-und Deutsch-Unterricht wird in allen Klassen mit speziellen Online-Programmen gearbeitet, die umfangreiches Übungsmaterial stellen. Die Gemeinschaftsschule bietet keine gymnasiale Oberstufe an, mit der Auguste-Viktoria-Schule (AVS) gibt es aber eine enge Kooperation. „Eine Übergangsbegleitung ist uns sehr wichtig und hat schon zu guten Erfolgen geführt“, betont Thorge Arp.

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